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Eleonore Holz
* 1882

HIER WOHNTE
ELEONORE HOLZ
GEB. REISS
JG. 1882
DEPORTIERT 1941
RIGA
???

Haynstraße 5

Weitere Stolpersteine in Haynstraße 5: Helene Herzberg | Liselotte Brinitzer | Kurt Glassmann | Antonie Fanny Riess | Irma Zancker | Jacob Holz | Eleonore Holz | Fanny David | Helma Wehl | Arno Glassmann |

Kurt Glassmann, geb. am 21.11.1900 in Ahlbeck in der Ueckermünder Heide, ermordet am 23.9.1940 in der Tötungsanstalt Brandenburg an der Havel
Antonie Riess, geb. Popert, geb. 12.12.1875 in Hamburg, Suizid 25.3.1942 in Hamburg
Fanny David, geb. 2.12.1892 in Berlin, am 23.6.1943 nach Theresienstadt deportiert, am 28.10.1944 nach Auschwitz weiterdeportiert
Jacob Holz, geb. 23.8.1874 in Brody, am 6.12.1941 nach Riga deportiert
Jacob Holz, geb. 23.8.1874 in Brody, am 6.12.1941 nach Riga deportiert
Fanny David, geb. 2.12.1892 in Berlin, am 23.6.1943 nach Theresienstadt deportiert, am 28.10.1944 nach Auschwitz weiterdeportiert
Helma Wehl, geb. 27.11.1907 in Einbeck, am 6.12.1941 nach Riga deportiert, am 1.10.1944 ins KZ Stutthof weiterdeportiert
Arno Glassmann, geb. 4.2.1898 in Ahlbeck, am 8.11.1941 nach Minsk deportiert

Jacob Holz, geb. 23.8.1874 in Brody, am 6.12.1941 nach Riga deportiert
Eleonore Holz, geb. Reiss, geb. 23.2.1882 in Lemberg, am 6.12.1941 nach Riga deportiert

Haynstraße 5

Jacob Holz war Inhaber des Hamburger Handarbeiten-Hauses Holz in den Großen Bleichen 49. Er war verheiratet mit Eleonore (auch Ernestine) Holz, geborene Reiss, aus Lemberg. Am 28. September 1907 wurde ihr Sohn Bernhard geboren. Die Familie wohnte in der Bahnhofstraße 9.

1937 ist in der Kultussteuerkarte der Jüdischen Gemeinde für Jacob Holz vermerkt, dass er „staatenlos“ sei. Das Ehepaar Holz, so hieß es dort weiter „wird vom Sohn ernährt“ und hatte fortan keine Abgaben mehr an die Jüdische Gemeinde zu entrichten. Zu diesem Zeitpunkt lebte das Ehepaar in der Haynstraße 5 in Hamburg-Eppendorf.

Bernhard arbeitete in einem Handarbeits­ge­schäft und heiratete Eleonore (auch Ella) Wachenfeld. Nach den Nürnberger Gesetzen vom September 1935 lebte er mit ihr in einer „Mischehe“; ihr Sohn Gerhard wurde danach als „Mischling Ersten Grades“ eingestuft. Die Familie wohnte zunächst in der Moorweidenstraße 5 und zog später in die Carolinenstraße 6 um. Am 5. September 1938 traten Bernhard Holz und seine Familie aus der Jüdischen Gemeinde aus. Ein Vermerk auf der Steuerkarte des Vaters Jacob Holz lässt erkennen, dass sein Sohn nach Südamerika ausgewandert war.

Jacob und Ernestine Holz konnten nicht emigrieren. Sie lebten weiter in der Haynstraße 5, einem der „Judenhäuser“. Von dort wurden sie am 6. Dezember 1941 nach Riga deportiert. Ihr Todesdatum ist unbekannt.

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