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Else von der Wall
* 1892

HIER WOHNTE
ELSE VON DER WALL
JG. 1892
DEPORTIERT 1941
LODZ
???

Grindelallee 116

Weitere Stolpersteine in Grindelallee 116: Edgar Rosenbaum | Siegmund Rosenbaum | Schlome Salmen Walden | Else von der Wall | Eva Hava Walden | Ruth Moses | Rifka Moses | Iwan Moses |

Siegmund Rosenbaum, geb. am 21.6.1885 in Hamburg, Flucht nach Belgien, 1940 über die Internierungslager Saint-Cyprien, Gurs, Récébédou und Drancy (alle Frankreich) am 12.8.1942 nach Auschwitz deportiert, ermordet
Siegmund Rosenbaum, geb. am 21.6.1885 in Hamburg, Flucht nach Belgien, 1940 über die Internierungslager Saint-Cyprien, Gurs, Récébédou und Drancy (alle Frankreich) am 12.8.1942 nach Auschwitz deportiert, ermordet
Eva Hava Walden, geb. von der Wall am 30.06.1890, deportiert am 25.10.1941 nach Lodz
Else von der Wall, geb. 7.03.1892, deportiert am 25.10.1941 nach Lodz
Eva Hava Walden, geb. von der Wall am 30.06.1890, deportiert am 25.10.1941 nach Lodz
Iwan Moses, geb. am 4.10.1888 in Hamburg, deportiert nach Minsk am 8.11.1941, dort umgekommen
Iwan Moses, geb. am 4.10.1888 in Hamburg, deportiert nach Minsk am 8.11.1941, dort umgekommen
Iwan Moses, geb. am 4.10.1888 in Hamburg, deportiert nach Minsk am 8.11.1941, dort umgekommen

Else von der Wall, geb. 7.03.1892, deportiert am 25.10.1941 nach Lodz

Else von der Wall wurde in Norden/Ostfriesland als Tochter von Moses Joseph und Georgine von der Wall, geb. Wolff geboren. Während des Zweiten Weltkrieges wohnten Else wie ihre ältere Schwester Eva und deren Mann Schlomo in Hamburg. Die alleinstehende, kinderlose Else lebte stets als Untermieterin, zuerst in der Hansastraße 65, in der Rutschbahn 39, im Grindelhof 62 und schließlich in der Grindelallee 116 in der Wohnung ihrer Schwester und deren Familie.

Else von der Wall arbeitete als „Hausdame“ und war als solche zuletzt bei Familie Kessler in der Innocentiastraße 47 tätig. Es ist allerdings anzunehmen, dass sie nur ein bescheidenes Gehalt bezog, da sie nie Kultussteuer an die jüdische Gemeinde zahlen musste. Aus den Akten geht hervor, dass sie ursprünglich im Februar 1939 emigrieren wollte, was sie aber aus unbekannten Gründen nicht verwirklichen konnte. Der Beginn des Zweiten Weltkrieges machte diese Pläne endgültig zunichte.

Wie andere Juden auch, musste sie den zweiten Vornamen „Sara“ beantragen und war ab dem 19. September 1941 dazu gezwungen, den „Judenstern“ zu tragen. Am 25. Oktober 1941 erhielten sie und ihre Verwandten den Deportationsbefehl ins Getto Lodz.

Die Deportation nach Lodz war die erste, die von Hamburg ausging. Alle 1.037 Juden, die den Deportationsbefehl erhalten hatten, mussten sich am Vorabend in der Niedersachsen Loge in der Moorweidenstraße einfinden. Sie durften pro Person maximal 50kg Gepäck, Nahrung für 2 Tage und 100 RM mitführen. Die Fahrt sollte eine Dauer von 25 Stunden haben, doch erst nach zwei Tagen kam der Transport in Lodz an. Ob Else von der Wall im „Produktionsgetto“ Lodz arbeitete und wann und wie sie starb, ist nicht bekannt. Heute erinnert neben dem Stolperstein in der Grindelallee 116 die Inschrift auf einer Messingtafel in ihrer Geburtsstadt Norden an sie.

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