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Heinrich Basch
* 1900

HIER ARBEITETE
HEINRICH BASCH
JG. 1900
DEPORTIERT 1941
ERMORDET IN
MINSK

Sievekingplatz 1 Ziviljustizgebäude

Weitere Stolpersteine in Sievekingplatz 1 Ziviljustizgebäude: Dr. Hermann Moritz Falk | Heinrich Basch | Anna Rosenberg | Leonhard Stein | Walter Rudolphi | Alfred Rinteln | Wilhelm Prochownick | Lambert Leopold | Kurt (Curt) Ledien | Richard Hoffmann |

Heinrich Basch, geb. 27.3.1900 in Wien, deportiert am 8.11.1941 nach Minsk
Anne Rosenberg, geb. 29.10.1894 in Elmshorn, deportiert am 25.10.1941 nach Lodz, weiterdeportiert am 10.5.1942 nach Chelmno
Dr. Leonhard Stein, geb. 8.7.1894 in Hamburg, am 25.10.1941 nach Lodz deportiert, dort am 29.8.42 gestorben
Dr. Walter Rudolphi, geb. 27.5.1880 in Hamburg, deportiert am 15.7.1942 nach Theresienstadt, weiterdeportiert am 23.10.1944 nach Auschwitz, dort am 30.10.1944 ermordet
Dr. Alfred Rinteln, geb. 27.7.1891 in Essen, deportiert am 25.10.1941 nach Lodz, dort am 20.6.1942 gestorben
Dr. Wilhelm Prochownick, geb. am 19.9.1878 in Hamburg, inhaftiert am 9.2.1943 KZ Fuhlsbüttel, Todesdatum 27.3.1943
Else Leopold, geb. am 8.3.1891, deportiert am 25.10.1941 nach Lodz, weiter deportiert am 15.5.1942 nach Chelmno
Dr. Kurt Ledien, geb. am 5.6.1893, ab 27.9.1943 Zwangsarbeit in Berlin, ab 2.3.1944 Haft in Fuhlsbüttel, ab Mitte Dezember 1944 Haft in Neuengamme, dort ermordet am 22. oder 23.4.1945
Elisabeth Hoffmann, geb. Danziger, verw. Haase, geb. 16.6.1886 in Köln; am 25.10.1942 deportiert nach Lodz, dort am 26.4.1944 umgekommen

Hamburg Bezirke

Sievekingplatz 1 Ziviljustizgebäude

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Heinrich Basch, geb. 27.3.1900 in Wien, deportiert am 8.11.1941 nach Minsk

Büroangestellter beim Amtsgericht Hamburg

Heinrich Basch wurde am 27. März 1900 als jüngster von fünf Söhnen des Agenten Adolf Basch und seiner Ehefrau Helene geborene Samuel in Wien geboren. Als er vier Jahre alt war, zog die Familie von Wien nach Hamburg. 1914 wurde Heinrich Basch aus der Schule entlassen. Nach der Lehre war er bei der Vereinsbank und in anderen Bankhäusern als Buchhalter und Korrespondent tätig. Seit dem 28. Oktober 1924 war er Büroangestellter beim Amtsgericht Hamburg.

Am 27. Juli 1933 kündigte die Landesjustizverwaltung sein Dienstverhältnis auf Grund des § 3 des Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums vom 7. April 1933 wegen seiner „nicht arischen Abstammung“ zum 31. August. Auch sein zwei Jahre älterer Bruder Josef, der ebenfalls als Büroangestellter beim Amtsgericht Hamburg beschäftigt war, wurde von der Landesjustizverwaltung entlassen; er emigrierte im Juli 1936 nach Argentinien.

Was Heinrich Basch nach seiner Entlassung tat, ist nur in Umrissen bekannt. Im März 1936 zog er nach Elmshorn; in dem dortigen Meldeeintrag hat er als Beruf Kaufmann und Tischler angegeben. Im Juli 1940 kehrte er wieder zurück nach Hamburg. Die Anonymität der Groß-stadt versprach mehr Schutz vor Anfeindungen; außerdem gab es hier noch ein jüdisches Gemeindeleben. Im Frühjahr 1941, als es in Elmshorn nur noch wenige Juden gab, wurde er von der „Reichsvereinigung der Juden in Deutschland“ zum Vorstand der Jüdischen Kultus-vereinigung Israelitische Gemeinde Elmshorn bestellt. Da ihm die Aufrechterhaltung der Ver-einigung wegen der geringen Anzahl der Mitglieder zwecklos erschien, löste er sie Anfang April mit Genehmigung des Regierungspräsidenten in Schleswig auf. Zuletzt war Heinrich Basch Hausdiener im Jüdischen Wohnheim Hochallee 66.

Mit dem zweiten Hamburger Transport, für den er sich aus nicht bekannten Gründen „freiwil-lig zur Evakuierung gemeldet“ hatte, wurde Heinrich Basch am 8. November 1941 nach Minsk deportiert. Von dort ist er nicht zurückgekommen.

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