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Hermann Josephy
* 1869

HIER WOHNTE
HERMANN JOSEPHY
JG. 1869
DEPORTIERT 1942
THERESIENSTADT
ERMORDET
8.9.1942

Schlüterstraße 14

Weitere Stolpersteine in Schlüterstraße 14: Dr. Paul Laband | Selma Schümann | Sophie Stern | Hermann Josephy | Max Fromm | Helga Mathilde Fromm |

Selma Schümann, geb. Cohn, geb. am 9.5.1876 in Hamburg, Freitod am 17.7.1942 in Hamburg
Stern Sophie, geb. 11.3.1894, am 6.12.1941 nach Riga deportiert, Todesdatum 15.12.1944 im KZ Stutthof
Josephy Hermann, geb. 2.3.1869, deportiert am 15.7.1942 nach Theresienstadt, Todesdatum dort 8.9.1942
Fromm Helga Mathilde, geb. 12.8.1916, deportiert am 8.11.1941 nach Minsk
Fromm Helga Mathilde, geb. 12.8.1916, deportiert am 8.11.1941 nach Minsk

Hamburg Bezirke

Schlüterstraße 14

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Josephy Hermann, geb. 2.3.1869, deportiert am 15.7.1942 nach Theresienstadt, Todesdatum dort 8.9.1942

Der Pensionär, der früher als selbständiger Handelsvertreter gearbeitet hatte, lebte mit seiner Frau Ida in kinderloser Ehe. Beide Ehepartner besaßen ein kleines Vermögen, das unter Sicherungsanordnung gestellt wurde. Mit Verweis auf ihr Alter von mehr als 70 Jahren baten sie um Genehmigung, über die zugestandenen RM 400 monatlich jeweils allein verfügungsberechtigt sein zu dürfen, was ihnen bewilligt wurde.

Das Ehepaar wurde von einer jüdischen Hausangestellten versorgt, die am 1. Dezember 1941 deportiert wurde. Einen Ersatz fanden sie nicht mehr, waren nun auf sich allein gestellt.

In ihrer Wohnung in der Schlüterstr. 14 hatten sie auf Anordnung des Wohnungsamtes zwei Zimmer an Untermieter abzugeben. Im April 1942 mußte das Paar in das „Judenhaus“ in der Bundesstraße 43 umziehen. Der Betrag zum Lebensunterhalt, über den sie verfügen durften, wurde jetzt auf RM 300 herabgesetzt, denn die Miete hatte sich gegenüber der Wohnung in der Schlüterstraße verringert: Das Zimmer, das sie nun zusammen bewohnten, kostete RM 50 monatlich.

Von dieser letzten Adresse wurde das Ehepaar am 15. Juli 1942 nach Theresienstadt deportiert. Dort lebten sie im Gebäude L 425, einem überbelegten kleineren Gebäude an der Hauptstraße. Ida J. stand auf der Liste zum Weitertransport nach Minsk am 21. September 1942. Dort wurde sie ermordet.

Hermann J., dem der behandelnde Arzt in Theresienstadt einen Herzfehler attestierte, verstarb im Ghetto Theresienstadt am 8. August1942. Die Todesfallanzeige gibt „Herzschwäche“ als Todesursache an.

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