Meta Vorreuter
* 1875
HIER WOHNTE
META VORREUTER
GEB. BOLEY
JG. 1875
DEPORTIERT 1941
RIGA
???
Rothenbaumchaussee 73
Weitere Stolpersteine in Rothenbaumchaussee 73: Henriette Weinheim | Helene Weinheim | Bernhard Weinberg | Meta Vorreuter | Agnes Offenstadt | Hasja Arolowitsch |
Weinheim Helene, geb. 27.10.1873, am 15.7.1942 nach Theresienstadt und von dort am 21.9.1942 nach Treblinka deportiert
Weinheim Helene, geb. 27.10.1873, am 15.7.1942 nach Theresienstadt und von dort am 21.9.1942 nach Treblinka deportiert
Weinberg Bernhard, geb 14.8.1872, am 15.7.1942 nach Theresienstadt deportiert, dort am 18.1.1943 gestorben
Meta Vorreuter, geb 6.6.1875, deportiert am 6.12.1941 nach Riga
Agnes Offenstadt, geb. 19.1.1881, deportiert am 15.7.1942 nach Theresienstadt, Todesdatum dort 4.1.1943
Hasja Arolowitsch, geb. 6.12.1898, deportiert am 6.12.1941 nach Riga
Rothenbaumchaussee 73
Meta Vorreuter, geb 6.6.1875, deportiert am 6.12.1941 nach Riga
Nachdem Meta V.s Ehemann Louis bereits 1914 gestorben war, lebte die kinderlose Witwe vom ererbten Vermögen. Sie wohnte in der Oderfeldstraße, dann in einer Pension im Mittelweg und schließlich in der Rothenbaumchaussee 73. Als Hermann Göring den deutschen Juden nach dem Novemberpogrom eine „Sühneleistung“ von 1,2 Milliarden Reichsmark auferlegte, um angeblich die Schäden zu beheben, die während der Ausschreitungen angerichtet worden waren, wurde sie 1938/39 zur Zahlung von RM 10.000 gezwungen. Während ihre Geschwister rechtzeitig nach Südafrika emigriert waren, erhielt Meta V. als 66jährige den Deportationsbefehl. Ihr restliches Vermögen von rd. RM 26.000 wurde zugunsten des Deutschen Reiches eingezogen.