Barbara Wojekowska
* 1944
ZWANGSARBEITSLAGER KAMPCHAUSSEE
DEUTSCHE KAP-ASBEST-WERKE
1943 – 1945
56 KINDER VON POLNISCHEN ZWANGSARBEITERINNEN
VERNACHLÄSSIGT – UNTERERNÄHRT - ERMORDET
BARBARA
WOJEKOWSKA
GEB. 21.12.1944
TOT 6.2.1945
Kurt-A.-Körber-Chaussee 9
Weitere Stolpersteine in Kurt-A.-Körber-Chaussee 9: Helena Christina Zdobych | Krysta Zapaua | Kasimir Wojewodzic | Barbara Wojekowska | Zbigniew Wojcik | Sofie Wietrak | Danuscha Wezyk | André Wasiak | Irene Tylczak | Juruch Turczyn |
Krysta Zapaua, geb. am 21.6.1944 in Hamburg, verstorben am 10.9.1944 in Hamburg
Kasimir Wojewodzic, geb. am 31.8.1944 in Hamburg, verstorben am 22.4.1945 in Hamburg
Barbara Wojekowska, geb. am 21.12.1944 in Hamburg, verstorben am 6.2.1945 in Hamburg
Zbigniew Wojcik, geb. am 3.7.1944 in Hamburg, verstorben am 8.9.1944 in Hamburg
Sofie Wietrak, geb. am 10.4.1944 in Hamburg, verstorben am 12.5.1945 in Hamburg
Danuscha Wezyk, geb. am 18.9.1944 in Hamburg, verstorben am 6.11.1944 in Hamburg
André Wasiak, geb. am 9.7.1944 in Hamburg, verstorben am 27.8.1944 in Hamburg
Irene Tylczak, geb. am 25.1.1944 in Hamburg, verstorben am 17.2.1944 in Hamburg
Juruch Turczyn, geb. am 11.5.1944 in Hamburg, verstorben am 29.4.1945 in Hamburg
Kurt-A.-Körber-Chaussee 9
Barbara Wojekowska, geb. am 21.12.1944 in Hamburg, verstorben am 6.2.1945 in Hamburg
Kurt-A.-Körber-Chaussee 9 (Bergedorf)
ehemals Lager Kampchaussee 9/11, Deutsche Kap-Asbest-Werke AG
Barbara Wojekowska kam am 21. Dezember 1944 in Hamburg zur Welt. Ihre Mutter Hanna Wojekowska, geb. am 7.1.1921 in Polen, war ledig. Aus ihrer Heimat verschleppt, musste sie seit dem 3. März 1941 in Hamburg-Bergedorf für die Deutsche Kap-Asbest-Werke AG bei der Herstellung von „Matten“ Zwangsarbeit leisten. Sie war im Lager Kampchaussee 9 (heute Kurt-A.-Körber-Chaussee) untergebracht und in dieser Zeit schwanger.
Drei Wochen vor der Geburt ihres Kindes wurde Hanna Wojekowska am 27. November 1944 in der Frauenklinik Finkenau, Hamburg-Uhlenhorst, aufgenommen. Sieben Tage nach der Entbindung kam Hanna Wojekowska mit ihrer Tochter Barbara am 28. Dezember 1944 zurück in das Lager Kampchaussee. Dort musste Barbara die kurze Zeit ihres Lebens verbringen. Die Ernährungs- und Lebensbedingungen waren für sie völlig unzureichend.
Am 29. Januar 1944 wurde sie in das Allgemeine Krankenhaus Langenhorn mit der Diagnose „Ernährungsstörungen“ eingeliefert. Nach acht Tagen verstarb Barbara dort am 6. Februar 1945 um 13:00 Uhr. In der Todesanzeige des Krankenhauses ist als Todesursache „Ernährungsstörungen“, „Decomposition“ (Zersetzung) und als unterzeichnender Arzt Sosnin angegeben.
Barbara wurde 1 Monat, 2 Wochen und 2 Tage alt.
Zehn Tage nach ihrem Tod fand ihre Beisetzung am 16. Februar 1945 auf dem Friedhof Ohlsdorf statt, Grablage: Q 39, Reihe 10, Nr. 20. Ihr Grab ist nicht mehr erhalten. Ende des Jahres 1959 wurde es zusammen mit mindestens 146 Gräbern der Kinder von Zwangsarbeiterinnen auf Areal Q 39 eingeebnet.