Clara Löwenburg
* 1880
HIER WOHNTE
CLARA LÖWENBURG
JG. 1880
DEPORTIERT 1941
MINSK
???
Wrangelstraße 10
Weitere Stolpersteine in Wrangelstraße 10: Caroline Elias | Arthur Ascher Elias | Clara Löwenburg | Alma Grellert | Rosa Garcia | Konrad Garcia | Louis Bär |
Clara Löwenburg, geb. Lichtenstein, geb. am 14.7.1880 in Altona, deportiert nach Minsk am 18.11.1941
Alma Grellert, geb. Schlesinger, geb. am 12.10.1885 in Witten; deportiert nach Lodz am 25.10.1941
Rosa Garcia, geb. am 29.10.1906 in Hamburg, deportiert nach Riga am 6.12.1941
Rosa Garcia, geb. am 29.10.1906 in Hamburg, deportiert nach Riga am 6.12.1941
Louis Bär, geb. am 29.11.1881 in Weinheim, deportiert nach Minsk am 8.11.1941
Wrangelstraße 10
Clara Löwenburg, geb. Lichtenstein, geb. am 14.7.1880 in Altona, deportiert nach Minsk am 18.11.1941
Wrangelstraße 10
Im Hamburger Gedenkbuch hat sich ein Fehler eingeschlichen, der sich auch auf dem Stolperstein wiederfindet. Clara Löwenburg wurde nicht 1918 geboren, sondern bereits am 14.7.1880. Sie war die Tochter des Produktenhändlers Hermann Lichtenstein und seiner Ehefrau Friedchen, geb. Auerbach. Als sie geboren wurde, wohnten ihre Eltern in Altona in der Lerchenstraße 6 III. Verheiratet war sie mit Samuel Sally Löwenburg, der 1851 in Lübeck geboren wurde. Dessen Eltern waren der Händler Ruben Alexander Löwenburg und Esther, geb. Horwitz, die bei der Hochzeit ihres Sohnes nicht mehr lebten. Clara und Sally heirateten im November 1905. Zu der Zeit wohnte Sally Löwenburg in der Amandastraße 46 und Clara Lichtenstein in der Peterstraße 41 bei ihren Eltern. Das Paar blieb kinderlos. Ebenso wie Claras Vater betrieb Samuel Sally Löwenburg einen Althandel. Er starb im Juli 1931 in seiner Wohnung in der Rentzelstraße 36.
Nach dem Tod ihres Mannes zog Clara Löwenburg in die Marktstraße 139. 1936 hat sie in der Wrangelstraße 14 bei Carjel gewohnt, später in der Gosslerstraße in Hoheluft, die nach dem Groß-Hamburg-Gesetz in Wilsterweg umbenannt wurde. Gosslerstraße und Wilsterweg hieß damals der heutige Eppendorfer Weg zwischen Hoheluftchaussee und Eppendorfer Baum. Es gibt keine Hinweise auf eine Berufstätigkeit, aber als knapp 40-jährige alleinstehende Jüdin musste Clara Löwenburg Zwangsarbeit leisten, bis sie den Deportationsbefehl erhielt. Deportiert wurde Clara Löwenburg von der Adresse Wrangelstraße 10 bei Garcia (s. Rosa Garcia). Auf der Deportationsliste war als Beruf Fabrikarbeiterin notiert.