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Emma Guttmann
* 1873

HIER WOHNTE
EMMA GUTTMANN
GEB. STAVENHAGEN
JG. 1873
DEPORTIERT 1942
THERESIENSTADT
1942 TREBLINKA
ERMORDET

Sierichstraße 153

Weitere Stolpersteine in Sierichstraße 153: Grete Lewin | Hugo Friedmann | Leo Schneeroff | Edith Schneeroff | Emil Mirabeau | Else Luca | Rudolf Luca | Lucian Luca | Emma Guttmann |

Hugo Friedmann, geb. 16.7.1882 in Köthen, Suizid am 24.8.1942 in Hamburg
Dr. Leo Schneeroff, geb. 28.3.1894 in Bobruisk/Weissrussland, deportiert am 25.10.1941 ins Getto Lodz, dort zwischen dem 10. und 15.9.1942 im Hospital gestorben
Dr. Leo Schneeroff, geb. 28.3.1894 in Bobruisk/Weissrussland, deportiert am 25.10.1941 ins Getto Lodz, dort zwischen dem 10. und 15.9.1942 im Hospital gestorben
Emil Mirabeau, geb. 25.3.1872 in Bruchsal, gestorben am 15.7.1942 in Hamburg (Suizid)
Lucian Luca, geb. 30.6.1889 in Bukarest, deportiert am 25.10.1941 von Hamburg nach Lodz, am 10.6.1943 in Chelmo ermordet
Lucian Luca, geb. 30.6.1889 in Bukarest, deportiert am 25.10.1941 von Hamburg nach Lodz, am 10.6.1943 in Chelmo ermordet
Lucian Luca, geb. 30.6.1889 in Bukarest, deportiert am 25.10.1941 von Hamburg nach Lodz, am 10.6.1943 in Chelmo ermordet
Emma (Emmy) Guttmann, geb. Stavenhagen, geb. 17.7.1873 in Hamburg, deportiert am 19.7.1942 nach Theresienstadt, weiterdeportiert nach Treblinka am 21.9.1942

Hamburg Bezirke

Sierichstraße 153

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Emma (Emmy) Guttmann, geb. Stavenhagen, geb. 17.7.1873 in Hamburg, deportiert am 19.7.1942 nach Theresienstadt, weiterdeportiert nach Treblinka am 21.9.1942

Emma Stavenhagen war jüdischer Herkunft und die Tochter von Louise und Jonas Stavenhagen. Sie heiratete den Kaufmann Heinrich Guttmann, der 1920 verstarb. Aus der Ehe stammten zwei Töchter: Käte (geb. 15.5.1900) und Lotte (geb. 2.7.1902). Die Familie lebte zunächst am Woldsenweg 5 in Eppendorf und bezog zu einem nicht mehr bestimmbaren Zeitpunkt eine gut ausgestattete Vier-Zimmer-Wohnung in der Heilwigstraße 23.

Nach dem Tod ihres Mannes schrieb die jüdische Gemeinde dessen Steuerkarte auf Emma Guttmann um. Als Beruf wurde eingetragen: „Zimmervermieterin“ und als Geschäftsadresse Heilwigstraße 27, 2. Etage. Wahrscheinlich hat sie dort eine kleine Pension betrieben.

Bis circa Ende 1941 wohnte Emma Guttmann in der Heilwigstraße 23. Ihre Haushaltshelferin Irma Aster berichtete nach dem Krieg, dass Emma Guttmann unter den „Aversionen“ der übrigen Hausbewohner zu leiden hatte und die Wohnung auf staatlichen Druck hin räumen musste. Sie war zu diesem Zeitpunkt nicht mehr bei guter Gesundheit und durch die Folgen eines Unfalls hilfebedürftig. Als neue Unterkunft wurde ihr ein Zimmer bei einer jüdischen Familie Meyer im Jungfrauenthal zugewiesen. Irma Aster: „In dem Zimmer … hat Frau Guttmann etwa 6 – 9 Monate gewohnt. Das Zimmer musste dann … wieder freigegeben werden, weil Frau Meyer Selbstmord begangen hatte.“

Emma Guttmann wurde daraufhin ein Zimmer in der kleinen Villa Sierichstraße 153 zugewiesen. Dort mussten, wie in den bekannten und größeren „Judenhäusern“ jüdische Menschen bis zu ihrer Verschleppung eng zusammengedrängt leben (s. a. Friedmann, Luca, Mirabeau, Schneeroff).

Am 19. Juli 1942 wurde Emma Guttmann nach Theresienstadt deportiert. Nur zwei Monate später, am 21. September 1942 folgte der Weitertransport in das Vernichtungslager Treblinka. Dort wurde sie ermordet. Nach dem Krieg wurde sie für tot erklärt. Ihre beiden Töchter haben überlebt.

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