Fanny Schickler
* 1913
HIER WOHNTE
FANNY SCHICKLER
JG. 1913
DEPORTIERT 1943
AUSCHWITZ
???
Krochmannstraße 72
Weitere Stolpersteine in Krochmannstraße 72: Edith Schickler | Fanny Schickler |
Edith Schickler, geb. 11.3.1911 in Hamburg, deportiert am 12.2.1943 über Berlin nach Auschwitz, Todesdatum unbekannt
Edith Schickler, geb. 11.3.1911 in Hamburg, deportiert am 12.2.1943 über Berlin nach Auschwitz, Todesdatum unbekannt
Krochmannstraße 72
Edith Schickler, geb. 11.3.1911 in Hamburg, deportiert am 12.2.1943 über Berlin nach Auschwitz, Todesdatum unbekannt
Fanny Schickler, geb. 20.8.1913 in Hamburg, deportiert am 12.2.1943 über Berlin nach Auschwitz, Todesdatum unbekannt
Edith und Fanny Schickler waren Töchter des Alteisenhändlers John Schickler und seiner Frau Bertha, geb. Janova. Eine weitere Schwester, Margot (geb. 26.6.1919), verstarb am 26. Februar 1938. Die Steuerkarte der jüdischen Gemeinde für John Schickler weist verschiedene Adressen in „bescheidenen“ Wohnvierteln auf, überwiegend im Bereich der Hamburger Alt- und Neustadt, z. B. Burchardstraße, Brüderstraße, Valentinskamp. Die Mutter verstarb 1927. Der Vater lebte zuletzt in einem „Judenhaus“ in der heute nicht mehr existierenden Schlachterstraße am Großneumarkt. Er wurde seit 1932 von der jüdischen Gemeinde als erwerbslos geführt. Der Transport vom 19. Juli 1942 brachte ihn nach Theresienstadt. Dort starb er am 13. Januar 1943.
Edith und Fanny Schickler heirateten nicht und waren zunächst berufstätig: Edith als Verkäuferin, Fanny als Kosmetikerin. Mitte der 1930er Jahre verloren beide ihre Arbeit, Gemeindebeiträge mussten sie nicht mehr zahlen. In den 1930er Jahren lebten sie gemeinsam zur Untermiete in der Krochmannstraße 72. Von dort wurden sie 1942 erst in den Grindelberg 7 umquartiert, bald darauf in das „Judenhaus“ Beneckestraße 2. Zusammen mit 24 weiteren Personen mussten sie am 12. Februar 1943 einen Zug besteigen, der sie zunächst in das Sammellager Große Hamburger Straße nach Berlin brachte. Von dort wurden sie am 19. Februar 1943 mit einem umfangreicheren Transport nach Auschwitz gebracht. Sie haben das Vernichtungslager nicht überlebt.