Friedrich Pamp
* 1913
HIER WOHNTE
FRIEDRICH PAMP
JG. 1913
VERHAFTET 1935
KZ FUHLSBÜTTEL
1938 EMSLANDLAGER
’FRONTBEWÄHRUNG’
TOT 22.12.1944
Hans-Albers-Platz 5
Weitere Stolpersteine in Hans-Albers-Platz 5: Friedrich Pamp
Emil Friedrich „Fritz“ Pamp, geb. 29.8.1913, inhaftiert 1936, 1938 und 1943, gestorben vermutlich am 22.12.1944 bei Danzig
Hans-Albers-Platz 5
Emil Friedrich „Fritz“ Pamp, geb. 29.8.1913, inhaftiert 1936, 1938 und 1943, gestorben vermutlich am 22.12.1944 bei Danzig
Hans-Albers-Platz 5 (Wilhelmsplatz 5)
Der aus Querrenburg (heute Bochum) stammende Bergmann Friedrich Pamp war verheiratet und hatte einen Sohn. In Hamburg arbeitete er zunächst auf der Werft Blohm + Voss, bevor er sich als Strichjunge betätigte.
Laut einer Gefangenenkarteikarte war Friedrich Pamp vom 12. Dezember 1935 bis zum 31. Januar 1936 wegen „Unzucht“ in der Untersuchungshaftanstalt Hamburg-Stadt inhaftiert. Im April 1938 wurde er von einem früheren Sexualpartner gegenüber der Polizei genannt. Als ehemaliger Berufsboxer im Lokal „Indra“ auf St. Pauli leistete er bei der Festnahme Widerstand. Vom 13. bis zum 21. April 1938 befand er sich als polizeilicher „Schutzhäftling“ im KZ Fuhlsbüttel. Da er die ihm zur Last gelegten homosexuellen Handlungen vor der Strafverschärfung verübt hatte, wurde er vom Amtsgericht Hamburg zu einem Jahr und einer Woche Gefängnis nach § 175 RStGB alter Fassung verurteilt. Fritz Pamp ist einer der wenigen Strichjungen, die im Polizeiverhör keinen ihrer Sexualpartner denunzierten.
Nach der Haft im Strafgefängnis Glasmoor wurde er am 24. Oktober 1938 zur Zwangsarbeit in das Emslandlager IV Walchum verlegt. 1943 fand gegen ihn ein Verfahren aus unbekanntem Anlass vor dem Gericht der Division Nr. 526 in Wuppertal statt.
Möglicherweise wurde er zur „Frontbewährung“ „begnadigt“. Vermutlich kam Friedrich Pamp am 22. Dezember 1944 bei Danzig in der „Drewensstellung“ ums Leben, da er sich nicht mehr vom Einsatz zurückmeldete.