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Gregor Niessengart
* 1919

HIER WOHNTE
GREGOR NIESSENGART
JG. 1919
DEPORTIERT 1941
MINSK
???

Isestraße 61

Weitere Stolpersteine in Isestraße 61: Wanda Dugowski | Moritz Dugowski | Ida Dugowski | Hermann Dugowski | Henriette Dugowski | Emma Dugowski | Rosalie Benjamin | Minna Benjamin | Michael Pielen | Heinrich Ilse |

Henriette Dugowski, geb. 29.4.1867 in Eydkuhnen, am 15.7.1942 deportiert nach Theresienstadt, am 21.9.1942 weiter deportiert nach Treblinka, dort ermordet
Henriette Dugowski, geb. 29.4.1867 in Eydkuhnen, am 15.7.1942 deportiert nach Theresienstadt, am 21.9.1942 weiter deportiert nach Treblinka, dort ermordet
Henriette Dugowski, geb. 29.4.1867 in Eydkuhnen, am 15.7.1942 deportiert nach Theresienstadt, am 21.9.1942 weiter deportiert nach Treblinka, dort ermordet
Henriette Dugowski, geb. 29.4.1867 in Eydkuhnen, am 15.7.1942 deportiert nach Theresienstadt, am 21.9.1942 weiter deportiert nach Treblinka, dort ermordet
Henriette Dugowski, geb. 29.4.1867 in Eydkuhnen, am 15.7.1942 deportiert nach Theresienstadt, am 21.9.1942 weiter deportiert nach Treblinka, dort ermordet
Henriette Dugowski, geb. 29.4.1867 in Eydkuhnen, am 15.7.1942 deportiert nach Theresienstadt, am 21.9.1942 weiter deportiert nach Treblinka, dort ermordet
Minna Benjamin, geb. 9.2.1871 in Hamburg, 15.7.1942 deportiert nach Theresienstadt, 21.9.1942 weiterdeportiert nach Treblinka
Minna Benjamin, geb. 9.2.1871 in Hamburg, 15.7.1942 deportiert nach Theresienstadt, 21.9.1942 weiterdeportiert nach Treblinka
Michael Pielen, geb. 29.5.1893, inhaftiert 1927, 1937, 1939, 1940, gestorben 11.7.1942 KZ Ravensbrück
Heinrich Ilse, geb. 23.3.1907, inhaftiert 1936, 1939, gestorben 24.1.1941 KZ Sachsenhausen

Gregor Alexander Niessengart, geb. 28.10.1919 in Altona, am 25.10.1941 deportiert nach Lodz

Gregor Niessengart lebte als Kind mit seiner Mutter, Anna Niessengart, in Altona. 1929 ging er in die Talmud Tora Schule am Grindel. Seinen Zeugnissen ist zu entnehmen, dass er häufig gute Noten im Deutschunterricht bekam. 1935 verließ er die Schule. Gregor zog nach Borgfelde, wo er in der Klaus-Groth-Straße wohnte. Vermutlich machte er eine Lehre im landwirtschaftlichen Bereich.

In der Kultussteuerkartei ist auf seiner Karte das Wort „Lehrling“ durchgestrichen, was darauf hindeuten könnte, dass er seine Lehre abbrechen musste, weil er kein „Arier“ war. Desweiteren hatte ein Beamter „staatenlos“ auf der Kartei ergänzt. Möglicherweise war seine Mutter als Ostjüdin nach Altona eingewandert.

Im Zuge der Ereignisse um den Novemberpogrom 1938 wurde Gregor verhaftet und in Fuhlsbüttel inhaftiert. Ab 1939 wohnte er am Eppendorfer Baum bei Blumenthal zur Untermiete. 1940 hat er laut Kultussteuerkartei noch gearbeitet. Seine letzte Adresse, bevor er im Oktober 1941 mit 22 Jahren nach Lodz deportiert wurde, war die Isestraße 61, wo er bei den Geschwistern Dugowski zur Untermiete wohnte.

Auf der Deportationsliste ist bei ihm als Beruf „Hechler“ angegeben. Ein Hechler war ein Landarbeiter, der mit einer Sense Gras oder Getreide mähte.

Gregor hatte sich „freiwillig“ zur Deportation gemeldet. Im Getto Lodz wurde ihm eine Un­ter­kunft in der Blattbindergasse zugewiesen, als „Arbeiter“ war er vermutlich in einer der Getto-Werkstätten tätig. So hatte er Anrecht auf eine tägliche warme Mahlzeit, die oft nur aus einer wässrigen Suppe bestand. Gregor Niessengart überlebte die Schoah nicht.

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