Ingrid Baer
* 1922
HIER WOHNTE
INGRID BAER
JG. 1922
DEPORTIERT 1941
MINSK
???
Isestraße 61
Weitere Stolpersteine in Isestraße 61: Wanda Dugowski | Moritz Dugowski | Ida Dugowski | Hermann Dugowski | Henriette Dugowski | Emma Dugowski | Rosalie Benjamin | Minna Benjamin | Michael Pielen | Heinrich Ilse |
Henriette Dugowski, geb. 29.4.1867 in Eydkuhnen, am 15.7.1942 deportiert nach Theresienstadt, am 21.9.1942 weiter deportiert nach Treblinka, dort ermordet
Henriette Dugowski, geb. 29.4.1867 in Eydkuhnen, am 15.7.1942 deportiert nach Theresienstadt, am 21.9.1942 weiter deportiert nach Treblinka, dort ermordet
Henriette Dugowski, geb. 29.4.1867 in Eydkuhnen, am 15.7.1942 deportiert nach Theresienstadt, am 21.9.1942 weiter deportiert nach Treblinka, dort ermordet
Henriette Dugowski, geb. 29.4.1867 in Eydkuhnen, am 15.7.1942 deportiert nach Theresienstadt, am 21.9.1942 weiter deportiert nach Treblinka, dort ermordet
Henriette Dugowski, geb. 29.4.1867 in Eydkuhnen, am 15.7.1942 deportiert nach Theresienstadt, am 21.9.1942 weiter deportiert nach Treblinka, dort ermordet
Henriette Dugowski, geb. 29.4.1867 in Eydkuhnen, am 15.7.1942 deportiert nach Theresienstadt, am 21.9.1942 weiter deportiert nach Treblinka, dort ermordet
Minna Benjamin, geb. 9.2.1871 in Hamburg, 15.7.1942 deportiert nach Theresienstadt, 21.9.1942 weiterdeportiert nach Treblinka
Minna Benjamin, geb. 9.2.1871 in Hamburg, 15.7.1942 deportiert nach Theresienstadt, 21.9.1942 weiterdeportiert nach Treblinka
Michael Pielen, geb. 29.5.1893, inhaftiert 1927, 1937, 1939, 1940, gestorben 11.7.1942 KZ Ravensbrück
Heinrich Ilse, geb. 23.3.1907, inhaftiert 1936, 1939, gestorben 24.1.1941 KZ Sachsenhausen
Isestraße 61
Else Baer, geb. Bruckmann, geb. 10.5.1888 in Krefeld, am 8.11.1941 deportiert nach Minsk
Joseph Baer, geb. 19.4.1884 Lübeck, am 8.11.1941 deportiert nach Minsk
Ingrid Baer, geb. 23.5.1922 in Hamburg, am 8.11.1941 deportiert nach Minsk
Hedi Baer, geb. 1.11.1928 in Hamburg, am 8.11.1941 deportiert nach Minsk
Eine Woche nach ihrem 13. Geburtstag wurde Hedi Baer mit ihrer Schwester und ihren Eltern nach Minsk deportiert. Wir wissen wenig über die Familie. Joseph Baer wurde in Lübeck geboren, seine Frau Else in Krefeld. Joseph Baer besaß am Alten Steinweg ein Geschäft für Betten, Teppiche und Haustextilien, das ihm ein gutes Einkommen sicherte. 1938 wurde die Firma „arisiert“. Joseph Baer wurde verpflichtet, die Außenstände einzutreiben, allmonatlich darüber Rechenschaft abzulegen und die Steuern darauf zu zahlen. Ebenso musste er die „Judenvermögensabgabe“ leisten. Sein Vermögen wurde unter „Sicherheitsanordnung“ gestellt, er durfte also nicht mehr frei über sein Geld verfügen. Eine bestimmte Summe zum Lebensunterhalt für die vierköpfige Familie wurde ihm vorgeschrieben.
Vorsorglich hatten die Eltern in besseren Zeiten für jede Tochter zwei Sparbücher angelegt. Aber auch über dieses Guthaben durften sie nicht frei verfügen.
Die ältere Tochter Ingrid arbeitete als Kinderpflegerin, die jüngere, Hedi, besuchte zuletzt die „Jüdische Schule in Hamburg“ in der Carolinenstraße. Die Schule war der kleine Rest, der aus den einst bedeuteten jüdischen Schulen, der „Israelitischen Töchterschule“ und der Talmud Tora Schule übrig geblieben war.
Seit November 1939 vermieteten die Baers zwei Zimmer. Da es in Hamburg keine Angehörigen gab, müssen wir uns wohl vorstellen, dass die Baers am Tag vor dem 8. November 1941 ihre Wohnung, so wie sie war, zurückließen und den Schlüssel auf der nächsten Polizeiwache abgaben. Der Hausrat wurde beschlagnahmt und später versteigert.
Im Getto Minsk verliert sich ihre Spur. Auch drei Schwestern und zwei Neffen von Joseph Baer sind umgekommen. Drei Neffen haben die Schoah überlebt.