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Iwan von der Walde
* 1883

HIER WOHNTE
IWAN VON DER WALDE
JG. 1883
1938 KZ FUHLSBÜTTEL
SELBSTMORD
18.8.1942

Die korrekte Schreibweise des Namens ist Iwan van der Walde

Curschmannstraße 8

Weitere Stolpersteine in Curschmannstraße 8: Johanna Allen | Sara Gertrud Theiner | Helene Elsa Bauer | Iwan von der Walde | Ilse Lippstadt |

Johanna/Johanne Allen, geb. Simon, geboren 1.6.1899, am 25.10.1941 ins Getto Lodz deportiert und im Vernichtungslager Chelmno ermordet
Sara Gertrud Theiner, geb. Bauer, geboren am 30.5.1872, gedemütigt/ entrechtet, Flucht in den Tod am 6.3.1942
Helene Elsa Bauer, geboren am 9.5.1875, gedemütigt/entrechtet, Flucht in den Tod am 6.3.1942
Iwan van der Walde, geb. 31.12.1883 in Hamburg, Suizid am 18.08.1942
Ilse Lippstadt, geb. 31.12.1905 in Elmshorn, am 18.11.1941 nach Minsk deportiert, dort erschossen

Hamburg Bezirke

Curschmannstraße 8

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Iwan van der Walde, geb. 31.12.1883 in Hamburg, Suizid am 18.08.1942

Iwan van der Walde, am 31.12.1883 in Hamburg geboren, war der 3. Sohn des Magnus van der Walde, gebürtig aus Emden. Nach dessen Tod führte Iwan mit seinem Bruder Max die väterliche Firma weiter. Es bestand ein großer Familienzusammenhalt mit Max und den drei Schwestern Marianne, Sarah und Minne, so wohnten sie mehrere Jahre in benachbarten Wohnungen in der Haynstraße in Hamburg-Eppendorf.

Iwan war Mitglied der Henry-Jones-Loge im B’nai B’rith (Söhne des Bundes) und muss ein reges gesellschaftliches und kulturelles Leben geführt haben. Den Berichten im Familienkreis lässt sich entnehmen, dass er aus rassischen Gründen seine langjährige Partnerin nicht heiraten durfte. Ihr Sohn, von dem angenommen wird, dass er der seine war, versuchte, in England eine Arbeitsmöglichkeit als Butler für ihn zu finden, vergeblich. Noch bis 1941 gibt es Belege für Versuche, in die USA auszuwandern, doch sein sich rasch verschlechternder Gesundheitszustand mag einer der Gründe dafür sein, dass er den Plan aufgab. Noch am 25.10.1941 war er mit seinem Bruder Max knapp der Deportation nach Litzmannstadt entgangen, weil ihr beider Name auf der „Ersatzliste“ durchgestrichen war.

Max konnte mit Frau, Schwiegermutter und Schwager auf dramatischen Wegen Deutschland verlassen und nach Argentinien entkommen, Iwan war das nicht mehr möglich. Er muss am Ende seiner Kräfte gewesen sein, denn am 18. 08. 1942 nahm er sich, kurz vor der Deportation nach Theresienstadt, das Leben.

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