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Alexander Sabluswitschke
* 1944

ALEXANDER
SABLUSWITSCHKE
GEB. 6.4.1944
ERMORDET 4.11.1944

Essener Straße 54

Weitere Stolpersteine in Essener Straße 54: Namenloses Mädchen Solowey | Anatoli Zebenko | Walodja Woronzow | Genja Woronez | Boris Wenik | René-Yves Vitel | Sigmund Tuschinska | Luba Tulup | Viktor Tomaschuk | Valentin Tkatschow |

Anatoli Zebenko, geb. am 25.4.1944 in Hamburg, gestorben am 27.11.1944
Walodja Woronzow, geb. am 20.4.1944 in Hamburg, gestorben am 3.6.1944
Genja Woronez, geb. am 17.5.1944 in Hamburg, gestorben am 8.9.1944
Boris Wenik, geb. am 13.3.1944 in Hamburg, am 18.4.1944 tot aufgefunden
René-Yves Vitel, geb. am 21.3.1945 in Hamburg, gestorben am 8.5.1945
Sigmund Tuschinska, geb. am 23.5.1944 in Hamburg, gestorben am 3.9.1944
Luba Tulup, geb. am 9.7.1944 in Hamburg, gestorben am 20.9.1944
Viktor Tomaschuk, geb. am 14.8.1944 in Hamburg, gestorben am 22.10.1944
Valentin Tkatschow, geb. am 30.5.1944 in Hamburg, gestorben am 5.10.1944

Hamburg Bezirke

Essener Straße 54

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Alexander Sabluswitschke, geb. am 6.4.1944 in Hamburg, gestorben am 4.11.1944

Essener Straße 54 (früher Lager Tannenkoppel, Weg 4, auch „Tarpenbek“ genannt
Zwangsarbeitslager der Rüstungsindustrie in Hamburg Langenhorn)

Alexander Sabluswitschke kam am 6. April 1944 in Hamburg zur Welt. Seine Eltern, Maria Lewtschenko, geb. am 3.8.1924, und Andre Sabluswitschke, stammten aus Russland. Aus ihrer Heimat verschleppt, mussten sie in Hamburg als „Ostarbeiter“ Zwangsarbeit leisten, Andre Sabluswitschke für die „Deutsche Arbeitsfront“ (DAF) in Hamburg-Eidelstedt, untergebracht im Lager Cedestraße, Maria Lewtschenko für die Hanseatische Kettenwerk GmbH (HAK) in Hamburg-Langenhorn. Sie war im Lager Tannenkoppel, Weg 4, untergebracht und in dieser Zeit schwanger.

Am Tag der Geburt ihres Kindes wurde Maria Lewtschenko im Krankenhaus Alsterdorf aufgenommen. Sechs Wochen nach der Entbindung kam sie mit ihrem Sohn Alexander am 15. Mai 1944 zurück in das Lager Tannenkoppel. Dort musste Alexander die kurze Zeit seines Lebens verbringen. Die Ernährungs- und Lebensbedingungen waren für ihn völlig unzureichend.

Am 29. September 1944 wurde er in das Allgemeine Krankenhaus Langenhorn mit der Diagnose „Bronchopneumonie“ (Lungenentzündung) eingeliefert. Dort verstarb Alexander nach fünf Tagen, am 4. November 1944 um 2:00 Uhr. In der Todesanzeige des Krankenhauses ist als Todesursache „Bronchopneumonie“ und als unterzeichnender Arzt Blumenthal angegeben.

Alexander wurde 6 Monate, 4 Wochen und 1 Tag alt.

Zehn Tage nach seinem Tod fand seine Beisetzung am 14. November 1944 auf dem Friedhof Ohlsdorf statt, Grablage: Q 39, Reihe 13, Nr. 22. Sein Grab ist nicht mehr erhalten. Ende des Jahres 1959 wurde es zusammen mit mindestens 146 Gräbern der Kinder von Zwangsarbeiterinnen auf Areal Q 39 eingeebnet.

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