Ella Marcus
* 1874
HIER WOHNTE
ELLA MARCUS
JG. 1874
DEPORTIERT 1941
LODZ
WEITERDEPORTIERT
15.9.1942
???
Isestraße 69
Weitere Stolpersteine in Isestraße 69: Ernst Maren | Michael Frankenthal | Bertha Brach | Henriette Leuschner | Rosalie Blum | Henry Blum | Selma Satz | Liesel Abrahamsohn | Gertrud Böhm | Lydia Wolff |
Michael Frankenthal, geb. 1.9.1866 in Lübeck, deportiert 15.7.1942 nach Theresienstadt, dort verstorben 4.11.1942
Bertha Brach, geb. Kleve, geboren am 18.10.1878 in Lübeck, am 11.7.1942 deportiert nach Auschwitz
Henriette Leuschner, geb. Blum, geb. am 16.5.1859 in Hamburg, nach Theresienstadt deportiert am 15.7.1942, weiterdeportiert nach Treblinka am 29.9.1942
Henriette Leuschner, geb. Blum, geb. am 16.5.1859 in Hamburg, nach Theresienstadt deportiert am 15.7.1942, weiterdeportiert nach Treblinka am 29.9.1942
Henriette Leuschner, geb. Blum, geb. am 16.5.1859 in Hamburg, nach Theresienstadt deportiert am 15.7.1942, weiterdeportiert nach Treblinka am 29.9.1942
Günther Satz, geb. 13.3.1923 in Hamburg, deportiert am 8.11.41 nach Minsk
Josephine Rosenbaum, geb. Beit, adoptierte Elbe, geb. am 17.12.1877, am 6.12.1941 nach Riga deportiert
Louis Böhm, geb. 19.8.1863 in Groß-Dombrowska, Posen, deportiert am 18.11.1941 nach Minsk
Lydia Wolff, geb. Lychenheim, geb. 5.10.1878 in Richtenberg, Freitod am 14.7.1942
Isestraße 69
Ella Marcus, geb. 5.9.1874 in Güstrow, am 25.10.41 deportiert nach Lodz, am 15.9.1942 weiterdeportiert nach Chelmno
Die Mutter von Ella Marcus, Sara Marcus, war eine geborene Mendel. Der Vater war Semmy Marcus. Ella Marcus arbeitete als Hausangestellte. Sie lebte bei ihren jüdischen Arbeitgebern und musste sehr oft ihre Stellung wechseln, wenn die Arbeitgeber sich keine Hausangestellte mehr leisten konnten.
Laut Kultussteuerkartei hat sie in folgenden Straßen gewohnt: Oderfelder Straße, Badestraße, Jungfrauental, Haynstraße 7 bei Martiensen, und zuletzt in der Isestraße 69 bei Chassel. Ella Marcus lebte von einem geringen Einkommen und unterstützte zudem ihre kranke Schwester Paula Marcus finanziell, die in der Sierichstraße 132 bei Harrisson zur Untermiete wohnte. Ella Marcus wurde am 25. Oktober 1942 nach Lodz deportiert, wo sie eine Unterkunft in der Hohensteiner Straße 43/45 zugewiesen bekam. Im September 1942 wurde das Getto nach nichtarbeitenden Personen durchkämmt. Während der einwöchigen Razzia galt eine Ausgangssperre, sodass keine Lebensmittelrationen verteilt werden konnten. Die SS wollte weitere zwanzigtausend Gettobewohner nach Chelmno, ins Vernichtungslager, transportieren. Dieser Aktion fiel auch die 68-jährige Ella Marcus zum Opfer. Sie wurde am 15. September nach Chelmno deportiert und dort ermordet.