Isaak Eduard Falck
* 1905
HIER WOHNTE
ISAAK EDUARD
FALCK
JG. 1905
UMZUG / HEIRAT / HOLLAND
INTERNIERT WESTERBORK
DEPORTIERT 1944
ERMORDET IN
AUSCHWITZ
Wilstorfer Straße 46
Weitere Stolpersteine in Wilstorfer Straße 46: Isaak Eduard Falck
Isaak Eduard Falck, geb. am 21.7.1905 in Harburg, deportiert am 3.3.1944 von Westerbork nach Auschwitz, ermordet.
Wilstorfer Straße 46
Isaak Eduard Falck, geb. am 21.7.1905 in Harburg, deportiert am 3.3.1944 von Westerbork nach Auschwitz, ermordet.
Stadtteil Harburg, Wilstorfer Straße 46
Isaak Eduard Falck kam als Sohn des jüdischen Inhabers eines Haushaltswarengeschäftes Ferdinand Falck und seiner Ehefrau kurz vor der Eingemeindung des Dorfes Lauenbruch in die Stadt Harburg zur Welt. Die Wilstorfer Straße, in der die Familie an der Ecke zum Krummholzberg wohnte, führte auch damals schon an den Harburger Phoenixwerken vorbei, dem großen Arbeitgeber der Stadt, und verband die Innenstadt mit dem Stadtteil Wilstorf.
1929 heiratete Isaak Falck die Niederländerin Johanna Dame (*2.2.1913) und zog zu ihr nach Amsterdam, wo am 1.9.1935 auch ihr gemeinsamer Sohn Henk das Licht der Welt erblickte.
Als die Niederlande am 10. Mai 1940 von deutschen Truppen ohne Kriegserklärung besetzt wurden, begann auch hier die Verfolgung der dort lebenden jüdischen Bevölkerung. Eine der ersten Maßnahmen betraf die Entlassung aller Juden aus dem öffentlichen Dienst. In den folgenden Wochen und Monaten riss die Kette weiterer antijüdischer Verordnungen und Gesetze nicht ab.
Im Frühjahr 1942 verstärkten die deutschen Besatzer ihre Vorbereitungen zur Deportation der niederländischen Juden. In Westerbork bauten sie das bisherige Flüchtlingslager zu einem zentralen jüdischen Sammel- und Durchgangslager aus. Im Sommer 1942 bestiegen die ersten jüdischen Insassen einen Zug, der in ein Vernichtungslager im Osten fuhr. Insgesamt wurden in den nächsten beiden Jahren mehr als 107.000 Juden aus Westerbork in den Osten deportiert. Nur etwa 5000 von ihnen überlebten und kehrten zurück.
Isaak Falck war nicht darunter. Er wurde am 5. Februar 1944 in das Durchgangslager Westerbork gebracht und von dort am 3. März 1944 mit 731 anderen Juden in das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau transportiert. Die näheren Umstände seines Todes sind ungeklärt.