Käthchen Hirschfeld
* 1887
HIER WOHNTE
KÄTHCHEN HIRSCHFELD
GEB. NEUFELD
JG. 1887
DEPORTIERT 1941
ERMORDET IN
MINSK
Greifswalder Straße 82/Ecke Danziger Straße
Weitere Stolpersteine in Greifswalder Straße 82/Ecke Danziger Straße: Isidor Hirschfeld | Käthchen Hirschfeld |
Isidor Hirschfeld, geb. 29.7.1874 in Bromberg, deportiert am 18.11.1941 nach Minsk
Isidor Hirschfeld, geb. 29.7.1874 in Bromberg, deportiert am 18.11.1941 nach Minsk
Isidor Hirschfeld, geb. 29.7.1874 in Bromberg, deportiert am 18.11.1941 nach Minsk
Käthchen Hirschfeld, geb. Neufeld, geb. 10.6.1887 in Hamburg, deportiert am 18.11.1941 nach Minsk
letzte Wohnadresse: Greifswalder Straße 82
Das Ehepaar Isidor und Käthchen Hirschfeld betrieb seit mindestens 1928 ein Bettenhaus am Steindamm 64 in St. Georg. Isidor Hirschfeld, der aus der zur Zeit seiner Geburt zum Deutschen Reich gehörenden Provinz Posen stammte, war vor der Ehe mit seiner zweiten Frau Käthchen bereits einmal mit Lina, geb. Treuherz, verheiratet. Aus dieser ersten Ehe gingen die beiden noch in Bromberg 1907 und 1910 geborenen Kinder Charlotte und Kurt hervor. Lina Hirschfeld starb bereits mit 38 Jahren an Lungenentzündung. Die Eltern Isidor Hirschfelds waren Caspar und Auguste Hirschfeld, geb. Meyer. Wann er nach Hamburg gekommen ist und die Hamburgerin Käthchen Neufeld geheiratet hat, ist nicht bekannt.
Die Privatwohnung des Paares befand sich in der Greifswalder Straße 82, nicht allzu weit entfernt von seinem Geschäft. Isidor Hirschfelds Tochter Charlotte absolvierte 1923 die Handelsakademie und arbeitete danach bis 1938 in verschiedenen Firmen als Stenotypistin, Buchhalterin, Kontoristin und Sekretärin. Sie heiratete im Mai 1938 Meinhard Koopmann (geb. 1901), mit dem sie im September desselben Jahres in die USA auswandern konnte. Ob ihr Bruder Kurt der NS-Verfolgung ebenfalls entgehen konnte, ist nicht bekannt. Meinhard Koopmanns Mutter Fanny, geb. Levy (geb. 1875), und seine Schwester Irma (geb. 1903) konnten im Frühjahr 1941 ebenfalls in die USA auswandern, der Vater Max (geb. 1872) war zu diesem Zeitpunkt bereits verstorben.
Im Juni 1939 wurden die Eltern Hirschfeld gezwungen, in das „Judenhaus“ Dillstraße 15 einzuziehen, wo sie bis zur ihrer Deportation ins Getto Minsk, am 18. November 1941, ihren letzten Hamburger Aufenthalt hatten.