Knabe Fedyk
* 1944
KNABE FEDYK
GEB. 5.3.1944
TOT GEBOREN
Essener Straße 54
Weitere Stolpersteine in Essener Straße 54: Namenloses Mädchen Solowey | Anatoli Zebenko | Walodja Woronzow | Genja Woronez | Boris Wenik | René-Yves Vitel | Sigmund Tuschinska | Luba Tulup | Viktor Tomaschuk | Valentin Tkatschow |
Anatoli Zebenko, geb. am 25.4.1944 in Hamburg, gestorben am 27.11.1944
Walodja Woronzow, geb. am 20.4.1944 in Hamburg, gestorben am 3.6.1944
Genja Woronez, geb. am 17.5.1944 in Hamburg, gestorben am 8.9.1944
Boris Wenik, geb. am 13.3.1944 in Hamburg, am 18.4.1944 tot aufgefunden
René-Yves Vitel, geb. am 21.3.1945 in Hamburg, gestorben am 8.5.1945
Sigmund Tuschinska, geb. am 23.5.1944 in Hamburg, gestorben am 3.9.1944
Luba Tulup, geb. am 9.7.1944 in Hamburg, gestorben am 20.9.1944
Viktor Tomaschuk, geb. am 14.8.1944 in Hamburg, gestorben am 22.10.1944
Valentin Tkatschow, geb. am 30.5.1944 in Hamburg, gestorben am 5.10.1944
Essener Straße 54
Kind Fedyk, kam am 5.3.1944 in Hamburg tot zur Welt
Essener Straße 54
früher Lager Tannenkoppel, Weg 4, auch „Tarpenbek“ genannt
Zwangsarbeitslager der Rüstungsindustrie in Hamburg Langenhorn
Der Knabe mit dem Nachnamen Fedyk kam am 5. März 1944 in Hamburg tot zur Welt. Er erhielt keinen Vornamen. Seine Mutter Ewdokeja Fedyk, geb. am 20.5.1921 in Russland, war römisch-katholischen Glaubens und ledig. Aus ihrer Heimat Russland verschleppt, musste sie in Hamburg-Langenhorn für die Hanseatische Kettenwerk GmbH (HAK) Zwangsarbeit leisten. In der Zeit ihrer Schwangerschaft war sie im „Ostarbeiterlager“ Tannenkoppel, Weg 4, untergebracht.
Einen Tag vor der Geburt ihres Kindes wurde sie in der Frauenklinik Finkenau, Hamburg-Uhlenhorst, aufgenommen. Ihr Sohn kam am 5. März 1944 um 2:40 Uhr tot zur Welt.
Im Sterberegister ist als Todesursache „unter der Geburt abgestorben“, „Intrautemie, Asphyxie“ (Unterversorgung des Fötus durch ungenügende Sauerstoffzufuhr) angeben.
Der Ort seiner Beisetzung ist nicht bekannt.
Vermutlich wurde Ewdokeja Fedyk in der Folgezeit verlegt.
Am 20. Februar 1945 kam eine Eudikija Fedyk, geb. am 8.3.1920 in Polen, in die Frauenklinik Finkenau. Nach einem Schwangerschaftsabbruch kehrte sie zwei Wochen später am 3. März 1945 zurück zur Zwangsarbeit bei Harms in Hamburg-Neuenfelde, vielleicht bei Harms’ Gasthof „Zum Rosengarten“ mit eigener Schlachterei, Doppelkegelbahn, Pavillon und großem Garten. Möglicherweise handelt es sich um dieselbe Person. Lebensdaten und Schreibweise des Namens sind häufiger fehlerhaft angegeben.