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Luja Kolomejtschuk
* 1944

LUJA
KOLOMEJTSCHUK
GEB. 6.5.1944
ERMORDET 4.2.1945

Essener Straße 54

Weitere Stolpersteine in Essener Straße 54: Namenloses Mädchen Solowey | Anatoli Zebenko | Walodja Woronzow | Genja Woronez | Boris Wenik | René-Yves Vitel | Sigmund Tuschinska | Luba Tulup | Viktor Tomaschuk | Valentin Tkatschow |

Anatoli Zebenko, geb. am 25.4.1944 in Hamburg, gestorben am 27.11.1944
Walodja Woronzow, geb. am 20.4.1944 in Hamburg, gestorben am 3.6.1944
Genja Woronez, geb. am 17.5.1944 in Hamburg, gestorben am 8.9.1944
Boris Wenik, geb. am 13.3.1944 in Hamburg, am 18.4.1944 tot aufgefunden
René-Yves Vitel, geb. am 21.3.1945 in Hamburg, gestorben am 8.5.1945
Sigmund Tuschinska, geb. am 23.5.1944 in Hamburg, gestorben am 3.9.1944
Luba Tulup, geb. am 9.7.1944 in Hamburg, gestorben am 20.9.1944
Viktor Tomaschuk, geb. am 14.8.1944 in Hamburg, gestorben am 22.10.1944
Valentin Tkatschow, geb. am 30.5.1944 in Hamburg, gestorben am 5.10.1944

Hamburg Bezirke

Essener Straße 54

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Luja Kolomejtschuk, geb. am 6. Mai 1944 in Hamburg, gestorben am 4.2.1945

Essener Straße 54
früher Lager Tannenkoppel, Weg 4, auch „Tarpenbek“ genannt
Zwangsarbeitslager der Rüstungsindustrie in Hamburg Langenhorn

Luja Kolomejtschuk kam am 6. Mai 1944 in Hamburg zur Welt. Ihre Eltern, Marija Kolomejtschuk, geb. Slobodenjuk, geb. am 23.9.1924 in Pinkowka, und Filipp Kolomejtschuk, geb. am 15.11.1922 in Swerdlowka, Sohn des Semjon, waren römisch-katholischen Glaubens. Aus ihrer Heimat Ukraine verschleppt, mussten sie seit dem 3. Juni 1943 in Hamburg-Langenhorn für die Deutsche Meßapparate GmbH (Messap) Zwangsarbeit leisten. Sie waren im Lager Tannenkoppel, Weg 4, getrennt voneinander im Frauen- und Männerlager untergebracht.

Einen Tag vor der Geburt ihres Kindes wurde Marija Kolomejtschuk in der Frauenklinik Finkenau, Hamburg-Uhlenhorst, aufgenommen. Neun Tage nach der Entbindung, am 14. Mai 1944, kam sie mit ihrer Tochter Luja zurück in das Lager Tannenkoppel. In diesem Zwangsarbeitslager musste Luja die kurze Zeit ihres Lebens verbringen. Die Ernährungs- und Lebensbedingungen waren für sie völlig unzureichend.

Sie verstarb dort am 4. Februar 1945 um 2:00 Uhr. In der Todesanzeige des Polizeipräsidenten, unterzeichnet „i. A. Hillmann L. A.“, ist nach „amtlichen Ermittlungen“, ohne Angabe eines Arztes, als Todesursache „Innere Ursache“ angegeben.

Luja wurde 8 Monate, 4 Wochen und 1 Tag alt.

Dreizehn Tage nach ihrem Tod fand am 17. Februar 1945 ihre Beisetzung auf dem Friedhof Ohlsdorf statt, Grablage: Q 39, Reihe 10, Nr. 21. Ihr Grab ist nicht mehr erhalten. Ende des Jahres 1959 wurde es zusammen mit mindestens 146 Gräbern der Kinder von Zwangsarbeiterinnen auf Areal Q 39 eingeebnet.

Lujas Vater Filipp Kolomejtschuk aus Winniza/Ukraine stellte im Oktober 1997 eine Anfrage an den ITS Arolsen. Sie enthält Angaben zur Verfolgung und zu seinem Schicksal als Zwangsarbeiter von Mai 1943 bis 1945 in Peremyschl und im Rüstungswerk „Myssap“ in Hamburg-Langenhorn. Doch erst nach dem Schutzfristablauf Oktober 2023 ist diese Korrespondenz einzusehen.

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