namenloses Mädchen Beltschikowa
* 1944
NAMENLOSES MÄDCHEN
BELTSCHIKOWA
GEB. 29.1.1944
TOT GEBOREN
Essener Straße 54
Weitere Stolpersteine in Essener Straße 54: Namenloses Mädchen Solowey | Anatoli Zebenko | Walodja Woronzow | Genja Woronez | Boris Wenik | René-Yves Vitel | Sigmund Tuschinska | Luba Tulup | Viktor Tomaschuk | Valentin Tkatschow |
Anatoli Zebenko, geb. am 25.4.1944 in Hamburg, gestorben am 27.11.1944
Walodja Woronzow, geb. am 20.4.1944 in Hamburg, gestorben am 3.6.1944
Genja Woronez, geb. am 17.5.1944 in Hamburg, gestorben am 8.9.1944
Boris Wenik, geb. am 13.3.1944 in Hamburg, am 18.4.1944 tot aufgefunden
René-Yves Vitel, geb. am 21.3.1945 in Hamburg, gestorben am 8.5.1945
Sigmund Tuschinska, geb. am 23.5.1944 in Hamburg, gestorben am 3.9.1944
Luba Tulup, geb. am 9.7.1944 in Hamburg, gestorben am 20.9.1944
Viktor Tomaschuk, geb. am 14.8.1944 in Hamburg, gestorben am 22.10.1944
Valentin Tkatschow, geb. am 30.5.1944 in Hamburg, gestorben am 5.10.1944
Essener Straße 54
Kind Beltschikowa, kam am 29.1.1944 in Hamburg tot zur Welt
Essener Straße 54
früher Lager Tannenkoppel, Weg 4, auch „Tarpenbek“ genannt
Zwangsarbeitslager der Rüstungsindustrie in Hamburg Langenhorn
Das Mädchen mit dem Nachnamen Beltschikowa kam am 29. Januar 1944 in Hamburg tot zur Welt. Es erhielt keinen Vornamen.
Seine Mutter Marija Beltschikowa, geb. am 28.6.1915 in Krasnojarowka/Barnaulakaja, war griechisch-katholischen Glaubens und ledig. Aus ihrer Heimat Russland verschleppt, musste sie in Hamburg-Langenhorn seit dem 3. Januar 1944 für die Hanseatische Kettenwerk GmbH (HAK) Zwangsarbeit leisten und war im „Ostarbeiterlager Tannenkoppel“, Weg 4, untergebracht.
Marija Beltschikowa, die schon einmal ein Kind geboren hatte, kam zur Entbindung ihres zweiten Kindes ins Krankenhaus Alsterdorf. Noch am selben Tag wurde das Kind geboren, eine Frühgeburt.
Das Mädchen kam am 29. Januar 1944 um 11:40 Uhr tot zur Welt. In der Todesanzeige des Krankenhauses, unterzeichnet „i. A. Gambacher“, ist als Todesursache „Totgeburt Anencephalus“ (schwerste Fehlbildungen des zentralen Nervensystems) angegeben.
Ob eine Beisetzung des toten Kindes erfolgte, ist nicht bekannt, auch nichts über das Schicksal von Marija Beltschikowas erstem Kind.
Sechs Tage nach der Entbindung, am 4. Februar 1944, kam Marija Beltschikowa aus dem Krankenhaus zurück in das „Ostarbeiterlager Tannenkoppel“.
Bis zum 14. Februar 1944 ist sie dort registriert.