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Schura Kotschezeschko
* 1943

SCHURA
KOTSCHEZESCHKO
GEB. 21.11.1943
ERMORDET 24.1.1945

Essener Straße 54

Weitere Stolpersteine in Essener Straße 54: Namenloses Mädchen Solowey | Anatoli Zebenko | Walodja Woronzow | Genja Woronez | Boris Wenik | René-Yves Vitel | Sigmund Tuschinska | Luba Tulup | Viktor Tomaschuk | Valentin Tkatschow |

Anatoli Zebenko, geb. am 25.4.1944 in Hamburg, gestorben am 27.11.1944
Walodja Woronzow, geb. am 20.4.1944 in Hamburg, gestorben am 3.6.1944
Genja Woronez, geb. am 17.5.1944 in Hamburg, gestorben am 8.9.1944
Boris Wenik, geb. am 13.3.1944 in Hamburg, am 18.4.1944 tot aufgefunden
René-Yves Vitel, geb. am 21.3.1945 in Hamburg, gestorben am 8.5.1945
Sigmund Tuschinska, geb. am 23.5.1944 in Hamburg, gestorben am 3.9.1944
Luba Tulup, geb. am 9.7.1944 in Hamburg, gestorben am 20.9.1944
Viktor Tomaschuk, geb. am 14.8.1944 in Hamburg, gestorben am 22.10.1944
Valentin Tkatschow, geb. am 30.5.1944 in Hamburg, gestorben am 5.10.1944

Hamburg Bezirke

Essener Straße 54

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Schura Kotschezeschko, geb. am 21.11.1943 in Hamburg, gestorben am 24.1.1945

Essener Straße 54
früher Lager Tannenkoppel, Weg 4, auch „Tarpenbek“ genannt
Zwangsarbeitslager der Rüstungsindustrie in Hamburg Langenhorn

Schura Kotschezeschko kam am 21. November 1943 in Hamburg zur Welt. Ihre Eltern, Tamara, geb. Selensga, geb. am 10.6.1923 in der Ukraine, und Anton Kotschezeschko, waren katholischen Glaubens. Aus ihrer Heimat Ukraine verschleppt, mussten sie in Hamburg-Langenhorn als „Ostarbeiter“ für die Hanseatische Kettenwerk GmbH (HAK) bzw. die Deutsche Meßapparate GmbH (Messap) Zwangsarbeit leisten. Sie waren im „Ostarbeiterlager Tannenkoppel“, Weg 4, getrennt voneinander im Frauen- und Männerlager untergebracht. Tamara Kotschezeschko war in dieser Zeit schwanger.

Am Tag der Geburt ihres Kindes wurde sie im Krankenhaus Alsterdorf aufgenommen. Dreizehn Tage nach der Entbindung kam sie am 4. Dezember 1943 mit ihrer Tochter Schura zurück in das Lager Tannenkoppel. In diesem Zwangsarbeitslager musste Schura die kurze Zeit ihres Lebens verbringen. Die Ernährungs- und Lebensbedingungen waren für sie dort völlig unzureichend.

Am 24. Januar 1945 verstarb sie im Krankenhaus Alsterdorf um 9:05 Uhr. In der Todesanzeige des Krankenhauses, unterzeichnet „Plogmann“, ist als Todesursache „Masern Bronchopneumonie“ (Lungenentzündung) angegeben.

Schura wurde 1 Jahr, 2 Monate und 3 Tage alt.

Acht Tage nach ihrem Tod fand ihre Beisetzung am 1. Februar 1945 auf dem Friedhof Ohlsdorf statt, Grablage: Bo 63, Reihe 32, Nr. 24. Ihr Grab ist nicht mehr erhalten. Ende des Jahres 1959 wurde es zusammen mit mindestens 30 Gräbern der Kinder von Zwangsarbeiterinnen auf Areal Bo 63 eingeebnet.

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