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Jeanette Ostwald
* 1874

HIER WOHNTE
JEANETTE OSTWALD
JG. 1874
DEPORTIERT 1941
LODZ
???

Isestraße 86

Weitere Stolpersteine in Isestraße 86: Martin Bragenheim | Erna Bragenheim | Erna Bragenheim | Senta Schwarz | Sophie Ostwald | Jeanette Ostwald | Herbert Mitz | Emma Hinrichs |

Martin Bragenheim, geb. 19.2.1882, ermordet am 23.9.1940 in der „Landes-Pflegeanstalt“ Brandenburg an der Havel
Martin Bragenheim, geb. 19.2.1882, ermordet am 23.9.1940 in der „Landes-Pflegeanstalt“ Brandenburg an der Havel
Martin Bragenheim, geb. 19.2.1882, ermordet am 23.9.1940 in der „Landes-Pflegeanstalt“ Brandenburg an der Havel
Senta Schwarz, geb. 14.9.1901, deportiert am 25.10.1941 nach Lodz.
Jeanette Toni Ostwald, geb. 16.10.1874 in Wattenscheid, deportiert am 25.10.1941 nach Lodz
Jeanette Toni Ostwald, geb. 16.10.1874 in Wattenscheid, deportiert am 25.10.1941 nach Lodz
Herbert Mitz, geb. am 27.5.1889, am 25.10.1941 nach Lodz deportiert, dort verstorben am 23.2.1942
Emma Hinrichs, geb. Markus, geb. 1.8.1881 in Lüneburg, am 25.10.1941 deportiert nach Lodz

Jeanette Toni Ostwald, geb. 16.10.1874 in Wattenscheid, deportiert am 25.10.1941 nach Lodz
Sophie Ostwald, geb. 11.12.1882 in Wattenscheid, deportiert am 25.10.1941 nach Lodz

Die Eltern der beiden Schwestern hießen Hans und Marianne Ostwald. Die Mutter war eine geborene Joseph. Jeanette und Sophie Ostwalds Schwester, Helen Kirstein, war nach Rhodesien ausgewandert.

Die Schwestern Jeanette und Sophie waren um 1900 nach Kiel gezogen. Dort betrieben die beiden unverheirateten Frauen ein Damenkonfektions-Geschäft in der Dänischen Straße 30/32.

Zwei „Stolpersteine“ in Kiel erinnern an diesen Lebensabschnitt. Ende 1936 meldeten sie sich aus Kiel ab. Es ist anzunehmen, dass sie aufgrund der Repressalien gegen jüdische Geschäftsinhaber wenig Umsatz machten und ihr Laden später zwangsweise „arisiert“ oder geschlossen wurde. 1937 flohen sie nach Hamburg, wo sie zuerst in der Isestraße 67 bei Salomon zur Untermiete wohnten. Noch im gleichen Jahr zogen sie in die Isestraße 86 um. In ihre 5-Zim­merwohnung nahmen die Schwestern die befreundete Witwe Emma Hinrichs zur Untermiete auf. 1940 fuhren Jeanette und Sophie Ostwald nach Luxemburg, kehrten jedoch nach Hamburg zurück. Ab 1941 verfügten sie über keine Einkünfte mehr und waren gezwungen, Wohlfahrtsunterstützung zu beantragen.

Am 25. Oktober 1941 wurden Jeanette und Sophie Ostwald gemeinsam mit ihrer Untermieterin Emma Hinrichs nach Lodz deportiert, den Schlüssel zur Wohnung hatten sie vorher im zuständigen Polizeirevier abzugeben.

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