Agnes Offenstadt
* 1881
HIER WOHNTE
AGNES OFFENSTADT
GEB. DREYER
JG. 1881
DEPORTIERT 1942
THERESIENSTADT
ERMORDET 4.1.1943
Rothenbaumchaussee 73
Weitere Stolpersteine in Rothenbaumchaussee 73: Henriette Weinheim | Helene Weinheim | Bernhard Weinberg | Meta Vorreuter | Agnes Offenstadt | Hasja Arolowitsch |
Weinheim Helene, geb. 27.10.1873, am 15.7.1942 nach Theresienstadt und von dort am 21.9.1942 nach Treblinka deportiert
Weinheim Helene, geb. 27.10.1873, am 15.7.1942 nach Theresienstadt und von dort am 21.9.1942 nach Treblinka deportiert
Weinberg Bernhard, geb 14.8.1872, am 15.7.1942 nach Theresienstadt deportiert, dort am 18.1.1943 gestorben
Meta Vorreuter, geb 6.6.1875, deportiert am 6.12.1941 nach Riga
Agnes Offenstadt, geb. 19.1.1881, deportiert am 15.7.1942 nach Theresienstadt, Todesdatum dort 4.1.1943
Hasja Arolowitsch, geb. 6.12.1898, deportiert am 6.12.1941 nach Riga
Rothenbaumchaussee 73
Agnes Offenstadt, geb. 19.1.1881, deportiert am 15.7.1942 nach Theresienstadt, Todesdatum dort 4.1.1943
Agnes O. war mit Leo O. verheiratet, Geschäftsführer der Privaten Hamburger Telefongesellschaft. Das Paar hatte zwei verheiratete Töchter, Flori und Edith, die 1939 nach Sao Paulo und Frankreich emigrierten. Das Ehepaar O. wohnte in den Hohen Bleichen, der Isestraße und in der Rothenbaumch. 83, bevor es ins „Judenhaus“ Beneckestr. 4/6 ziehen mußte.
Agnes O. hatte im Januar 1941 noch Anstrengungen unternommen, Deutschland zu verlassen. Sie hinterlegte Schmuck u. Silberwaren, die in Devisen umgewandelt werden sollten, doch ihr Auswanderungsversuch schlug fehl. Agnes und Leo O. wurden kurz nacheinander von der Rothenbaumch. 73 in das Ghetto Theresienstadt deportiert (15. und 19.7.1942).
Der jüdische Arzt Rudolf Borgzinner mußte seine noch nicht beglichene Honorarforderung von RM 82 beim Oberfinanzpräsidenten geltend machen. Währenddessen lebten O.s in L 425, einem der überbelegten kleineren Gebäude an der Hauptstraße des Ghettos. Leo O. litt unter heftigen Hautentzündungen, verursacht durch Rotlaufbakterien. Das Ehepaar verübte am selben Tag, d. 4. Januar 1943, Selbstmord mit Schlaftabletten. Die Todesfallanzeige weist als noch lebenden Verwandten Agnes O.s Bruder Arthur Dreyer aus, dieser verstarb am 24. Februar 1943.