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Hasja Arolowitsch
* 1898

HIER WOHNTE
HASJA AROLOWITSCH
GEB. LANFER
JG. 1898
DEPORTIERT 1941
RIGA
???

Rothenbaumchaussee 73

Weitere Stolpersteine in Rothenbaumchaussee 73: Henriette Weinheim | Helene Weinheim | Bernhard Weinberg | Meta Vorreuter | Agnes Offenstadt | Hasja Arolowitsch |

Weinheim Helene, geb. 27.10.1873, am 15.7.1942 nach Theresienstadt und von dort am 21.9.1942 nach Treblinka deportiert
Weinheim Helene, geb. 27.10.1873, am 15.7.1942 nach Theresienstadt und von dort am 21.9.1942 nach Treblinka deportiert
Weinberg Bernhard, geb 14.8.1872, am 15.7.1942 nach Theresienstadt deportiert, dort am 18.1.1943 gestorben
Meta Vorreuter, geb 6.6.1875, deportiert am 6.12.1941 nach Riga
Agnes Offenstadt, geb. 19.1.1881, deportiert am 15.7.1942 nach Theresienstadt, Todesdatum dort 4.1.1943
Hasja Arolowitsch, geb. 6.12.1898, deportiert am 6.12.1941 nach Riga

Hamburg Bezirke

Rothenbaumchaussee 73

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Hasja Arolowitsch, geb. 6.12.1898, deportiert am 6.12.1941 nach Riga

Die lettische Staatsangehörige war mit Nathan A. verheiratet, der eine Schuhreparatur betrieb. Das Ehepaar lebte mit den beiden Kindern Rosa (geb. 1924) und Leopold (geb. 1931) zunächst in der Isestraße und dann in der Eppendorfer Landstraße.

Der Ehemann emigrierte am 31. August 1938 nach Buenos Aires. Die Kinder konnten Deutschland im April 1939 verlassen. Zurück blieb Hasja A. Vermutlich wegen ihrer lettischen Staatsbürgerschaft mußte sie den Zwangsnamen „Sara“ nicht annehmen. Offensichtlich hatte das Ehepaar beschlossen, daß Hasja A. (in einigen Schriftstücken auch: Kasja) ihrem Mann oder den Kindern später folgen sollte, denn sie versuchte, obwohl weitgehend mittellos, eine Auswanderung in die Wege zu leiten.

Nachdem sie als bedürftig eingestuft worden war, erklärte sich der Hilfsverein der Juden in Deutschland bereit, ihre Reisekosten zu übernehmen. Ihre Steuerkarte der Jüdischen Gemeinde Hamburgs weist mit Datum vom 7. Oktober 1940 den Vermerk auf „Hilfsverein zahlt die Passage, Ausländer“.

Doch die Auswanderung kam nicht mehr zustande, wobei aus den wenigen Akten nicht deutlich wird, ob sie daran scheiterte, dass Hasja A. kein Visum erhielt, keine Reisemöglichkeit fand oder ob es andere Gründe gab. Hasja A. wurde von ihrem letzten Wohnsitz, der Rothenbaumchaussee 73, nach Riga deportiert. Nahe ihrem Geburtsort Dünamünde wurde sie ermordet.

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