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Danielle Josette Rocco
* 1945

ZWANGSARBEITSLAGER SPORTSTRASSE 1943 – 1945
VEREINIGTE DEUTSCHE METALLWERKE
FRAUEN IN ZWANGSARBEIT
IN DER ´AUSLÄNDERKINDER-PFLEGESTÄTTE` 30 KINDER
VERNACHLÄSSIGT – UNTERERNÄHRT – ERMORDET

DANIELLE JOSETTE ROCCO
GEB. 10.4.1945
TOT 28.4.1945

Weg beim Jäger 150 (Ehemaliges Zwangsarbeitslager Sportstraße 10)

Weitere Stolpersteine in Weg beim Jäger 150 (Ehemaliges Zwangsarbeitslager Sportstraße 10): Jury Waschtenko | Wladimir Warschewa | Jan Timanovs | Ramas Simas Straganskini | Aldi Marka Starkis | Nastja Slywinska | Monika Schirck | Robert André Sainsère | Claudette Suzanne Roere | Danielle Josette Rocco |

Jury Waschtenko, geb. am 22.4.1943 in Hamburg, verstorben am 23.4.1943 in Hamburg
Wladimir Warschewa, geb. am 19.2.1945 in Hamburg, verstorben am 1.5.1945 in Hamburg
Jan Timanovs, geb. am 22.1.1945 in Hamburg, verstorben am 26.2.1945 in Hamburg
Ramas Simas Straganskini, geb. am 16.3.1945 in Hamburg, verstorben am 20.5.1945 in Hamburg
Aldi Marks Starkis, geb. am 7.12.1944 in Hamburg, verstorben am 16.2.1945 in Hamburg
Nastja Slywinska, geb. am 5.12.1943 in Hamburg, verstorben am 1.2.1944 in Hamburg
Monika Schirck, geb. am 15.2.1945 in Hamburg, verstorben am 20.3.1945 in Hamburg
Robert André Sainsère, geb. am 8.9.1944 in Hamburg, verstorben am 4.11.1944 in Hamburg
Claudette Suzanne Roere, geb. am 18.4.1945 in Hamburg, verstorben am 2.5.1945 in Hamburg
Danielle Josette Rocco, geb. am 10.4.1945 in Hamburg, verstorben am 28.4.1945 in Hamburg

Hamburg Bezirke

Weg beim Jäger 150 (Ehemaliges Zwangsarbeitslager Sportstraße 10)

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Danielle Josette Rocco, geb. am 10.4.1945 in Hamburg, verstorben am 28.4.1945 in Hamburg

Sportallee / Ecke Weg beim Jäger (Groß Borstel)
ehemals Lager Sportstraße, Lager der Deutschen Arbeitsfront (DAF)
Vereinigte Deutsche Metallwerke AG, Zweigniederlassung Hamburg (VDM)

Danielle Josette Rocco kam am 10. April 1945 in Hamburg zur Welt. Ihre Eltern, Simone Rocco, geb. Lopez, geb. am 10.7.1917 (laut Ausländermeldekartei, bzw. 18.7.1917 lt. Hausmeldekartei) in Begles/Bordeaux, und Martin Rocco, waren römisch-katholischen Glaubens und hatten am 29. November 1941 in Begles geheiratet. Aus ihrer Heimat Frankreich verschleppt, mussten sie in Hamburg Zwangsarbeit leisten. Die Arbeitseinsätze und Lageraufenthalte für Martin Rocco sind nicht bekannt.

Simone Rocco kam zunächst am 15. Juni 1944 nach Hamburg-Altona in das Lager Palmaille 27 zur Zwangsarbeit für die Deutsche Arbeitsfront (DAF), Arbeitsgemeinschaft Metallindustrie. Am 24. Juni 1944 erfolgte ihre Verlegung nach Hamburg-Barmbek, in das unbewachte Lager Rübenkamp 31. Dort war unter anderem die Arbeitsgemeinschaft Eisen und Metall ansässig. Am 18. September 1944, sie war im 2. Monat ihrer Schwangerschaft, kam sie für kurze Zeit in das Lager Glacischaussee, vermutlich zum Arbeitseinsatz bei Blohm & Voss KG, Schiffbau, Hochbunker Millerntor. Am 1. Oktober 1944 wurde sie in das Lager Rübenkamp zurückverlegt. Danach kam sie nach Hamburg-St. Georg in das DAF-Lager Rostockerstraße 62, eine ehemalige Schule für Sprachkranke (heute die Ganztagsschule St. Georg), und musste für das Sozial-Gewerk des Handwerks in Hamburg GmbH arbeiten.

Simone Rocco brachte ihre Tochter Danielle Josette in der Universitätsklinik Eppendorf zur Welt. Nach fünf Tagen wurden beide am 15. April 1945 in das Lager Sportstraße, Hamburg-Groß Borstel, entlassen und Simone Rocco zur Zwangsarbeit für die Deutsche Arbeitsfront (DAF), Vereinigte Deutsche Metallwerke AG (VDM), eingesetzt. In diesem Zwangsarbeitslager musste Danielle Josette die kurze Zeit ihres Lebens verbringen. Die Ernährungs- und Lebensbedingungen waren für sie dort völlig unzureichend.

Am 28. April 1945 verstarb sie im Kinderkrankenhaus Hamburg-Blankenese um 23:35 Uhr. Im Sterberegister ist als Todesursache „Ernährungsstörung“ und „Lungenentzündung“ angegeben. Ursula Mekat, vermutlich eine Krankenschwester, zeigte den Sterbefall mündlich an.

Danielle Josette wurde 2 Wochen und 4 Tage alt.

Vier Tage nach ihrem Tod fand ihre Beisetzung am 2. Mai 1945 auf dem Friedhof der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Blankenese in Sülldorf, Sülldorfer Kirchenweg 151, statt. Grablage: RK 374. Ihr Reihengrab ist heute nicht mehr erhalten. Nach fünfundzwanzig Jahren wurde es gemäß der Friedhofsordnung eingeebnet.

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