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Robert André Sainsère
* 1944

ZWANGSARBEITSLAGER SPORTSTRASSE 1943 – 1945
VEREINIGTE DEUTSCHE METALLWERKE
FRAUEN IN ZWANGSARBEIT
IN DER ´AUSLÄNDERKINDER-PFLEGESTÄTTE` 30 KINDER
VERNACHLÄSSIGT – UNTERERNÄHRT – ERMORDET

ROBERT ANDRÉ SAINSÈRE
GEB. 8.9.1944
TOT 4.11.1944

Weg beim Jäger 150 (Ehemaliges Zwangsarbeitslager Sportstraße 10)

Weitere Stolpersteine in Weg beim Jäger 150 (Ehemaliges Zwangsarbeitslager Sportstraße 10): Jury Waschtenko | Wladimir Warschewa | Jan Timanovs | Ramas Simas Straganskini | Aldi Marka Starkis | Nastja Slywinska | Monika Schirck | Robert André Sainsère | Claudette Suzanne Roere | Danielle Josette Rocco |

Jury Waschtenko, geb. am 22.4.1943 in Hamburg, verstorben am 23.4.1943 in Hamburg
Wladimir Warschewa, geb. am 19.2.1945 in Hamburg, verstorben am 1.5.1945 in Hamburg
Jan Timanovs, geb. am 22.1.1945 in Hamburg, verstorben am 26.2.1945 in Hamburg
Ramas Simas Straganskini, geb. am 16.3.1945 in Hamburg, verstorben am 20.5.1945 in Hamburg
Aldi Marks Starkis, geb. am 7.12.1944 in Hamburg, verstorben am 16.2.1945 in Hamburg
Nastja Slywinska, geb. am 5.12.1943 in Hamburg, verstorben am 1.2.1944 in Hamburg
Monika Schirck, geb. am 15.2.1945 in Hamburg, verstorben am 20.3.1945 in Hamburg
Robert André Sainsère, geb. am 8.9.1944 in Hamburg, verstorben am 4.11.1944 in Hamburg
Claudette Suzanne Roere, geb. am 18.4.1945 in Hamburg, verstorben am 2.5.1945 in Hamburg
Danielle Josette Rocco, geb. am 10.4.1945 in Hamburg, verstorben am 28.4.1945 in Hamburg

Hamburg Bezirke

Weg beim Jäger 150 (Ehemaliges Zwangsarbeitslager Sportstraße 10)

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Robert André Sainsère, geb. am 8.9.1944 in Hamburg, verstorben am 4.11.1944 in Hamburg

Sportallee / Ecke Weg beim Jäger (Groß Borstel)
ehemals Lager Sportstraße, Lager der Deutschen Arbeitsfront (DAF)
Vereinigte Deutsche Metallwerke AG, Zweigniederlassung Hamburg (VDM)

Robert André Sainsère kam am 8. September 1944 in Hamburg zur Welt. Seine ledige Mutter Odile Sainsère, geb. am 17.1.1926 in Paris, war römisch-katholischen Glaubens und wurde aus ihrer Heimat Frankreich verschleppt. Zunächst musste sie im Rodenbeker Quellental in Hamburg-Bergstedt Zwangsarbeit leisten. In dieser Zeit war sie schwanger.

Zwei Tage vor der Geburt ihres Kindes wurde Odile Sainsère in der Frauenklinik Finkenau, Hamburg-Uhlenhorst, aufgenommen. Zwölf Tage nach der Entbindung kam sie am 18. September 1944 mit ihrem Sohn Robert in das Städtische Mütter- und Säuglingsheim, Borsteler Chaussee 299. Odile Sainsère wurde dort als „Hausgehilfin“ eingesetzt. Am 12. Oktober 1944 erfolgte ihre Verlegung in das Lager Sportstraße zur Zwangsarbeit für die Deutsche Arbeitsfront (DAF), Vereinigte Deutsche Metallwerke AG (VDM). Dort musste Robert die kurze Zeit seines Lebens verbringen. Die Ernährungs- und Lebensbedingungen waren für ihn völlig unzureichend.

Am 24. Oktober 1944 wurde er in das Hamburger Kinderkrankenhaus Rothenburgsort eingeliefert. Elf Tage später verstarb er hier am 4. November 1944 um 16:45 Uhr. Als Todesursache ist in der Sterbefallanzeige des Krankenhauses „Kreislaufschwäche“, „Dyspepsie“ (Verdauungsstörung), „Anaemie“ (Blutarmut) angegeben.

In diesem Dokument, unterzeichnet mit „i. A. Futze“, vermutlich eine Krankenschwester, wurde außerdem vermerkt, die Angaben seien auf Grund der Angaben in der „Geburtsurkunde des Kindes u. Fremdenpass der Mutter“ erstattet worden.

Robert wurde 1 Monat, 3 Wochen und 6 Tage alt.

Zwölf Tage nach seinem Tod fand seine Beisetzung am 16. November 1944 auf dem Friedhof Ohlsdorf statt, Grablage: Q 39, Reihe 13, Nr. 29. Sein Grab ist nicht mehr erhalten. Ende des Jahres 1959 wurde es zusammen mit mindestens 146 Gräbern der Kinder von Zwangsarbeiterinnen auf Areal Q 39 eingeebnet.

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