Grigor Gonsarenko
* 1905
GRIGOR
GONSARENKO
JG. 1905
RUSSLAND
ZWANGSARBEIT
EINGEWIESEN 5.10.1943
KRANKENHAUS LANGENHORN
TOT 17.10.1943
Langenhorner Chaussee 625
Weitere Stolpersteine in Langenhorner Chaussee 625: Dimitri Woloschin | Marija Tschechanowitsch | Semjon Pogrebnikow | Albino Pietrogiovanna | Sofia Nietrzebka | Prokop Moskalenko | Ewgenia Masalewskaja | Grigor Gonsarenko | Leonid Dubik | Alexandera Daschewskaja |
Dimitri Woloschin, geb. am 26.10.1925 in Charzissk, verstorben am 29.7.1944 in Hamburg
Marija Tschechanowitsch, geboren am 7.7.1920 in Wowji (Vonji), Russland, verstorben am 12.9.1943 in Hamburg
Semjon Pogrebnikow, geb. am 24.12.1918 Leningrad, verstorben am 2.3.1944 in Hamburg
Albino Pietrogiovanna, geb. am 28.4.1924 in Piatta Valdisotto, verstorben am 30.1.1945 in Hamburg
Sofia Nietrzebka, geb. 31.1.1913 in Zyreidow (Zchrardow, Zyrardozv), verstorben am 10.7.1944 in Hamburg
Prokop Moskalenko, geb. am 8.7.1907 in Poltawa, Russland, verstorben am 19.9.1944 in Hamburg
Ewgenia Masalewskaja, geb. am 12.12.1902 in Leningrad, verstorben am 25.1.1945 in Hamburg
Grigor Gonsarenko, geboren am 7.5.1905 in Kursk, verstorben am 17.10.1943 in Hamburg
Leonid Dubik, geb. am 27.2.1917 in Buznewa, verstorben am 29.11.1943 in Hamburg
Alexandera Daschewskaja, geb. am 31.12.1924 in Werchnij/Woroschilowgrad (Luhansk), verstorben am 12.8.1944 in Hamburg
Langenhorner Chaussee 625
Grigor Gonsarenko, geboren am 7.5.1905 in Kursk, verstorben am 17.10.1943 in Hamburg
Langenhorner Chaussee neben 625, Gedenkort
Grigor Gonsarenko wurde am 7. Mai 1905 in Kursk als Sohn von Wassil und Tatjana Gonsarenko geboren. Er war verheiratet mit Ewgena, geb. Junitska. Sie wohnte in der „Stadt Gonodoß Krs. Tschernihofkai, Pzowesia 4“. Der Aufenthalt seiner Eltern ist unbekannt. Aus seiner Heimat Russland nach Hamburg-Langenhorn verschleppt, musste er für die Hanseatische Kettenwerk GmbH (HAK) als „Ostarbeiter“ Zwangsarbeit leisten und war im Lager Tannenkoppel untergebracht.
Am 5. Oktober 1943 wurde er mit der Diagnose „Magenkrank“ im Allgemeinen Krankenhaus Langenhorn aufgenommen. Zwölf Tage später verstarb Grigor Gonsarenko am 17. Oktober 1943 um 0:30 Uhr im „Hilfskrankenhaus Langenhorn“, d.h. in einer der sechs sog. Ausländerbaracken.
ln der Todesanzeige des Krankenhauses ist als Todesursache „Ulcus perforatus ventriculi [durchbrochenes Magengeschwür] Herz- und Kreislaufschwäche“ und als unterzeichnender Arzt Dr. Blumenthal angegeben. Grigor Gonsarenko wurde 38 Jahre alt.
Sechs Tage danach fand seine Beisetzung durch die Beerdigungsgesellschaft Schröder am 23. Oktober 1943 um 9:30 Uhr auf dem Friedhof Ohlsdorf statt. Er kam in ein Sammelgrab mit neun unbekannten Toten, Grablage Bp 73, Reihe 3, Nr. 5. Eine Grabsteinplatte mit seinem eingemeißelten Namen und seinem Geburts- und Sterbedatum erinnert dort noch heute an ihn.