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Ewgenia Masalewskaja
* 1902

EWGENIA
MASALEWSKAJA
JG. 1902
RUSSLAND
SEIT 22.2.1944 ZWANGSARBEIT
EINGEWIESEN
KRANKENHAUS LANGENHORN
TOT 25.1.1945

Langenhorner Chaussee 625

Weitere Stolpersteine in Langenhorner Chaussee 625: Dimitri Woloschin | Marija Tschechanowitsch | Semjon Pogrebnikow | Albino Pietrogiovanna | Sofia Nietrzebka | Prokop Moskalenko | Ewgenia Masalewskaja | Grigor Gonsarenko | Leonid Dubik | Alexandera Daschewskaja |

Dimitri Woloschin, geb. am 26.10.1925 in Charzissk, verstorben am 29.7.1944 in Hamburg
Marija Tschechanowitsch, geboren am 7.7.1920 in Wowji (Vonji), Russland, verstorben am 12.9.1943 in Hamburg
Semjon Pogrebnikow, geb. am 24.12.1918 Leningrad, verstorben am 2.3.1944 in Hamburg
Albino Pietrogiovanna, geb. am 28.4.1924 in Piatta Valdisotto, verstorben am 30.1.1945 in Hamburg
Sofia Nietrzebka, geb. 31.1.1913 in Zyreidow (Zchrardow, Zyrardozv), verstorben am 10.7.1944 in Hamburg
Prokop Moskalenko, geb. am 8.7.1907 in Poltawa, Russland, verstorben am 19.9.1944 in Hamburg
Ewgenia Masalewskaja, geb. am 12.12.1902 in Leningrad, verstorben am 25.1.1945 in Hamburg
Grigor Gonsarenko, geboren am 7.5.1905 in Kursk, verstorben am 17.10.1943 in Hamburg
Leonid Dubik, geb. am 27.2.1917 in Buznewa, verstorben am 29.11.1943 in Hamburg
Alexandera Daschewskaja, geb. am 31.12.1924 in Werchnij/Woroschilowgrad (Luhansk), verstorben am 12.8.1944 in Hamburg

Hamburg Bezirke

Langenhorner Chaussee 625

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Ewgenia Masalewskaja, geb. am 12.12.1902 in Leningrad, verstorben am 25.1.1945 in Hamburg

Langenhorner Chaussee neben 625, Gedenkort

Ewgenia Masalewskaja (geb. 12.12.1902 in Leningrad) war die Witwe von Konstantin Slobin. Aus ihrer Heimat Russland nach Hamburg-Langenhorn verschleppt, musste sie seit dem 22. Februar 1944 für die Hanseatische Kettenwerk GmbH (HAK) als „Ostarbeiterin“ Zwangsarbeit leisten. Sie war im Lager Tannenkoppel untergebracht.

Am 25. Januar 1945 wurde sie mit der Diagnose „Herzanfälle“ im Allgemeinen Krankenhaus Langenhorn aufgenommen. Noch am selben Tag verstarb Ewgenia Masalewskaja dort am 25. Januar 1945 um 16:30 Uhr in der Obhut von Rada Nikolajewna Masalewskaja (geb. 1925), die im Langenhorner Krankenhaus in einer der sechs sog. Ausländerbaracken als „ungelernte Krankenschwester“ Zwangsarbeit leisten musste. ln der Todesanzeige des Krankenhauses ist als Todesursache „Herzinsuffienz Mitralfehler“ (Herzschwäche, Herzklappenfehler) und als unterzeichnender Arzt Dr. Blumenthal angegeben. Ewgenia Masalewskaja wurde 42 Jahre alt.

Vier Tage später, am 1. Februar 1945 um 10:30 Uhr, fand ihre Beisetzung durch die Großhamburgische Bestattungsgesellschaft (GBG) „mit Dekoration und Harmonium- bzw. Orgelmusik“ auf dem Friedhof Ohlsdorf statt. Sie kam in ein Sammelgrab mit neun unbekannten Toten, Grablage Bq 72, Nr. 902. Eine Grabsteinplatte mit ihrem eingemeißelten Namen und ihrem Geburts- und Sterbedatum erinnert dort noch heute an sie.

Während des Besuchsprogramms des Hamburger Senats für ehemalige Zwangsarbeiter*innen aus Osteuropa, unter Mitwirkung des „Freundeskreises KZ-Gedenkstätte Neuengamme e. V.“, besuchte auch Rada Nikolajewna Masalewskaja aus der Ukraine im Oktober 2002 Hamburg. Es war ihr großer Traum „nach Hamburg zu kommen und Blumen auf dem Grabstein meiner Schwiegermutter Ewgenia Masalewskaja niederzulegen.

Sie hat es geschafft, ihren Sohn und mich kurz vor ihrem Tod zu segnen. Leider kann mein Mann aus gesundheitlichen Gründen nicht kommen.“

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