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Sofia Nietrzebka
* 1913

SOFIA
NIETRZEBKA
JG. 1913
POLEN
SEIT 22.10.1942 ZWANGSARBEIT
EINGEWIESEN 5.7.1944
KRANKENHAUS LANGENHORN
TOT 10.7.1944

Langenhorner Chaussee 625

Weitere Stolpersteine in Langenhorner Chaussee 625: Dimitri Woloschin | Marija Tschechanowitsch | Semjon Pogrebnikow | Albino Pietrogiovanna | Sofia Nietrzebka | Prokop Moskalenko | Ewgenia Masalewskaja | Grigor Gonsarenko | Leonid Dubik | Alexandera Daschewskaja |

Dimitri Woloschin, geb. am 26.10.1925 in Charzissk, verstorben am 29.7.1944 in Hamburg
Marija Tschechanowitsch, geboren am 7.7.1920 in Wowji (Vonji), Russland, verstorben am 12.9.1943 in Hamburg
Semjon Pogrebnikow, geb. am 24.12.1918 Leningrad, verstorben am 2.3.1944 in Hamburg
Albino Pietrogiovanna, geb. am 28.4.1924 in Piatta Valdisotto, verstorben am 30.1.1945 in Hamburg
Sofia Nietrzebka, geb. 31.1.1913 in Zyreidow (Zchrardow, Zyrardozv), verstorben am 10.7.1944 in Hamburg
Prokop Moskalenko, geb. am 8.7.1907 in Poltawa, Russland, verstorben am 19.9.1944 in Hamburg
Ewgenia Masalewskaja, geb. am 12.12.1902 in Leningrad, verstorben am 25.1.1945 in Hamburg
Grigor Gonsarenko, geboren am 7.5.1905 in Kursk, verstorben am 17.10.1943 in Hamburg
Leonid Dubik, geb. am 27.2.1917 in Buznewa, verstorben am 29.11.1943 in Hamburg
Alexandera Daschewskaja, geb. am 31.12.1924 in Werchnij/Woroschilowgrad (Luhansk), verstorben am 12.8.1944 in Hamburg

Hamburg Bezirke

Langenhorner Chaussee 625

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Sofia Nietrzebka, geb. 31.1.1913 in Zyreidow (Zchrardow, Zyrardozv), verstorben am 10.7.1944 in Hamburg

Langenhorner Chaussee neben 625, Gedenkort

Sofia Nietrzebka wurde am 31. Januar 1913 in Zyreidow geboren. Sie war römisch-katholischen Glaubens. Aus ihrer Heimat Polen wurde sie zunächst nach Württemberg verschleppt. Sie musste in Tailfingen, Kreis Balingen, Hechinger Straße 43, in der Trikotfabrik „Balthasar Blickles Witwe“ vom 18. September 1941 bis Oktober 1942 Zwangsarbeit leisten.

Danach war Sofia Nietrzebka für kurze Zeit nach Frankreich gekommen, vielleicht auch entkommen. Von La Petite-Raon aus erfolgte ihre Verlegung zur Zwangsarbeit nach Hamburg-Langenhorn. In der Hausmeldekartei ist sie im Lager am Weg 4 seit dem 26. Oktober 1942 bei der Deutschen Meßapparate GmbH (Messap) registriert, später musste sie für die Hanseatische Kettenwerk GmbH (HAK) Zwangsarbeit leisten. Sie war im Lager Tarpenbeck untergebracht.

Am 5. Juli 1944 wurde sie mit der Diagnose „Rachen-Di“ (Diphterie) im Allgemeinen Krankenhaus Langenhorn aufgenommen. Fünf Tage später, am 10. Juli 1944 um 3:00 Uhr, verstarb Sofia Nietrzebka dort in einer der sechs sog. Ausländerbaracken. In der Todesanzeige des Krankenhauses ist als Todesursache „toxische Rachen-Di“ (Diphterie) und „Myokarditis“ (Herzmuskelentzündung), als unterzeichnender Arzt Dr. Parow angegeben. Sofia Nietrzebka war 31 Jahre alt.

Vier Tage danach fand ihre Beisetzung durch die Großhamburgische Bestattungsgesellschaft (GBG) am 14. Juli 1944 um 9:30 Uhr „mit Dekoration, Pflanzen und Harmonium- bzw. Orgelmusik“ auf dem Friedhof Ohlsdorf statt. Sie kam in ein Sammelgrab mit neun unbekannten Toten, Grablage Bp 73, Reihe 22, Nr. 14.

Eine Grabsteinplatte mit ihrem eingemeißelten Namen und ihrem Geburts- und Sterbedatum erinnert dort noch heute an sie.

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