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Stanislaw Polak
* 1944

ZWANGSARBEITSLAGER KAMPCHAUSSEE
DEUTSCHE KAP-ASBEST-WERKE
1943 – 1945
56 KINDER VON POLNISCHEN ZWANGSARBEITERINNEN
VERNACHLÄSSIGT – UNTERERNÄHRT - ERMORDET

STANISLAW POLAK
GEB. 15.6.1944
TOT 17.7.1944

Kurt-A.-Körber-Chaussee 9

Weitere Stolpersteine in Kurt-A.-Körber-Chaussee 9: Helena Christina Zdobych | Krysta Zapaua | Kasimir Wojewodzic | Barbara Wojekowska | Zbigniew Wojcik | Sofie Wietrak | Danuscha Wezyk | André Wasiak | Irene Tylczak | Juruch Turczyn |

Krysta Zapaua, geb. am 21.6.1944 in Hamburg, verstorben am 10.9.1944 in Hamburg
Kasimir Wojewodzic, geb. am 31.8.1944 in Hamburg, verstorben am 22.4.1945 in Hamburg
Barbara Wojekowska, geb. am 21.12.1944 in Hamburg, verstorben am 6.2.1945 in Hamburg
Zbigniew Wojcik, geb. am 3.7.1944 in Hamburg, verstorben am 8.9.1944 in Hamburg
Sofie Wietrak, geb. am 10.4.1944 in Hamburg, verstorben am 12.5.1945 in Hamburg
Danuscha Wezyk, geb. am 18.9.1944 in Hamburg, verstorben am 6.11.1944 in Hamburg
André Wasiak, geb. am 9.7.1944 in Hamburg, verstorben am 27.8.1944 in Hamburg
Irene Tylczak, geb. am 25.1.1944 in Hamburg, verstorben am 17.2.1944 in Hamburg
Juruch Turczyn, geb. am 11.5.1944 in Hamburg, verstorben am 29.4.1945 in Hamburg

Hamburg Bezirke

Kurt-A.-Körber-Chaussee 9

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Stanislaw Polak, geb. am 15.6.1944 in Hamburg, verstorben am 17.7.1944 in Hamburg

Kurt-A.-Körber-Chaussee 9 (Bergedorf)
ehemals Lager Kampchaussee 9/11, Deutsche Kap-Asbest-Werke AG

Stanislaw Polak kam am 15. Juni 1944 in Hamburg zur Welt. Seine Mutter Bronislawa Polak, geb. am 18.10.1919 in Jendrzyow, war römisch-katholischen Glaubens und ledig. Sie wohnte in Jendrzyo, Grünestraße 131. Aus ihrer Heimat Polen verschleppt, musste sie in Hamburg Zwangsarbeit leisten, seit dem 8. Februar 1944 für die Wilhelm Schmitz-Scholl, Keks- und Nährmittelfabrik, Borsteler Chaussee 85, Hamburg-Groß Borstel. Sie war im Gemeinschaftslager der Deutschen Arbeitsfront (DAF), Sportstraße 10, untergebracht und befand sich im 8. Monat ihrer Schwangerschaft.

Am Tag der Geburt ihres Kindes kam Bronislawa Polak in die Frauenklinik Finkenau, Hamburg-Uhlenhorst. Acht Tage nach der Entbindung wurde sie mit ihrem Sohn Stanislaw am 23. Juni 1944 in das Lager Kampchaussee 9 (heute Kurt-A.-Körber-Chaussee), Hamburg-Bergedorf, entlassen, zur Zwangsarbeit als „Flechterin“ für die Deutsche Kap-Asbest-Werke AG. Dort musste Stanislaw die kurze Zeit seines Lebens verbringen. Die Ernährungs- und Lebensbedingungen waren für ihn völlig unzureichend.

Am 12. Juli 1944 wurde er mit der Diagnose „Ernährungsstörungen“ in das Allgemeine Krankenhaus Langenhorn eingeliefert. Nach fünf Tagen verstarb er dort am 17. Juli 1944 um 16:30 Uhr. In der Todesanzeige des Krankenhauses ist als Todesursache „Pädatrophie“ (Auszehrung – schwerster Grad der Ernährungsstörung) und als unterzeichnender Arzt Blumenthal angegeben.

Stanislaw wurde 1 Monat und 2 Tage alt.

Sieben Tage nach seinem Tod fand seine Beisetzung am 24. Juli 1944 auf dem Friedhof Ohlsdorf statt, Grablage: Q 39, Reihe 5, Nr. 18. Sein Grab ist nicht mehr erhalten. Ende des Jahres 1959 wurde es zusammen mit mindestens 146 Gräbern der Kinder von Zwangsarbeiterinnen auf Areal Q 39 eingeebnet.

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